KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Kanada beschränkt den Export von Quecksilber

Kanada hat sein Umweltschutzgesetz (Canadian Environmental Protection Act, CEPA) ergänzt und schränkt damit den Export von Mischungen ein, die Quecksilber in einer Gewichtskonzentration von 95 Prozent und mehr enthalten. Nicht betroffen von der Regelung sind:

  • quecksilberhaltige Abfälle und Material, das recycelt werden kann; beide fallen unter die Verordnung „Export and Import of Hazardous Waste and Hazardous Recyclable Material Regulations“
  • Teile, die Quecksilber enthalten
  • Quecksilber, das zu Forschungszwecken, zur Analyse oder als Referenzmaterial verwendet wird.

Mit dem Erlass erfüllt Kanada die Minamata-Konvention. Mit dieser Quecksilber-Konvention der Vereinten Nationen will die Welt-Staatengemeinschaft den Ausstoß von Quecksilber weltweit eindämmen. Anlass der Übereinkunft sind die schweren gesundheitlichen Schäden (Minamata-Krankheit), die Menschen aufgrund quecksilberhaltiger Abwässer erleiden mussten. Mitte der 1950er-Jahre hatte der Chemiekonzern Chisso quecksilberhaltiges Abwasser in der Nähe der Küstenstadt Minamata ins Meer geleitet.

Bereits im Januar hatte die kanadische Regierung quecksilberhaltige Gemische auf die Ausfuhrliste (Export Control List, ECL) gesetzt.

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Aldi verbannt Pestizide aus den Regalen

In den USA mausert sich Aldi zu einer Marke, die für gesundheitsbewusstes Einkaufen steht. Der Discounter, der im vergangenen Jahr in den USA sein 40-jähriges Bestehen feierte, setzt bei Lebensmitteln konsequent auf Nachhaltigkeit und verbannt seit Januar dieses Jahres pestizidhaltige Produkte aus seinem Sortiment. Vom Bannstrahl betroffen sind die folgenden acht Pestizide:

  • Thiamethoxam
  • Chlorpyrifos
  • Clothianidin
  • Cypermethrin
  • Deltamethrin
  • Fipronil
  • Imidacloprid
  • Sulfoxaflor

Mehr und mehr ökologische Lebensmittel zieren die Regale bei Aldi. In gleichem Maße verschwinden Produkte mit künstlichen Inhaltsstoffen. Mit dieser Strategie trifft der Discounter in den USA voll ins Schwarze, denn Aldi wächst und wächst. Mittlerweile ist der Lebensmittelhändler mit mehr als 24.000 Mitarbeitern und über 1500 Filialen in 36 US-Staaten präsent.

Auch in Deutschland fordert der Discounter von seinen Lieferanten mehr Transparenz und Nachhaltigkeit. Um dem Nachdruck zu verleihen, sind Aldi Süd und Aldi Nord der Business Environmental Performance Initiative (BEPI) beigetreten. Ziel der Initiative ist es unter anderem, das Chemikalienmanagement von Herstellern und Lieferanten zu verbessern.

Wir sind Ihr Partner, wenn es um das Einhalten der Regulatory Chemical Compliance geht. Sprechen Sie uns an unter reach@kft.de.

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ECHA beklagt unvollständige REACH-Dossiers

Die europäische Chemikalienagentur ECHA hat den neunten Fortschrittsbericht (REACH Progress Report 2016) veröffentlicht. Darin berichtet sie über die Ergebnisse der aktuellen Dossier-Überprüfungen. Die Prüfer untersuchten im vergangenen Jahr insgesamt 184 Registrierungsdossiers, in erster Linie von Substanzen, die für Mensch und Umwelt gefährlich sind und die in einem Tonnageband größer als 100 Tonnen hergestellt werden. In neun von zehn Dossiers fehlten entscheidende Daten, etwa zur pränatalen Entwicklungstoxizität, zur Gen- und Reproduktionstoxizität sowie zur aquatischen Langzeittoxizität. Die ECHA hat die betroffenen Unternehmen informiert und aufgefordert, die fehlenden Daten zu ergänzen.

Doch die ECHA-Verantwortlichen beanstanden nicht nur fehlende Informationen. Auch die regelmäßige Aktualisierung der Daten lasse zu wünschen übrig, obwohl die Unternehmen dazu laut REACH-Verordnung Artikel 22 verpflichtet sind. Bereits im September vergangenen Jahres hatten wir in einer Blogmeldung über dieses Thema berichtet. In der Pressemeldung anlässlich der Veröffentlichung des Berichts ruft ECHA-Direktor Geert Dancet die Unternehmen nun wiederholt dazu auf, ihre Dossiers aktuell zu halten, besonders wenn es sich um Substanzen handelt, die mit besonderen Risiken verknüpft sind.

Gerne unterstützen wir Sie dabei, alle relevanten Compliance-Dokumente aktuell zu halten. Kontaktieren Sie uns gerne unter reach@kft.de.

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Südkorea entlarvt Schadstoff-Sünder

Das südkoreanische Umweltministerium konnte insgesamt 33 Unternehmen und Einzelpersonen einen Verstoß gegen das Chemikaliengesetz K-REACH nachweisen. In sämtlichen Fällen geht es um den verbotenen Verkauf und Einsatz des Wirkstoffs Polyhexamethylenguanidinhydrochlorid (PHMG). Die Substanz wurde in der Vergangenheit in Südkorea als Desinfektionsmittel Luftbefeuchtern zugemischt – zum Teil in Konzentrationen bis zu 25 Gewichtsprozent. Dies hatte vor geraumer Zeit in Südkorea zu einem Vergiftungsskandal geführt. Laut einem BBC-Bericht sind dadurch in den Jahren 2001 bis 2011 insgesamt rund 500 Menschen getötet oder schwer verletzt worden.

Obwohl für die Substanz seit 2014 ein Konzentrationslimit besteht, wurde sie nach wie vor in großem Stile hergestellt und importiert. Das südkoreanische Umweltministerium hatte daraufhin die Lieferkette unter die Lupe genommen und Sicherheitsdatenblätter einiger Unternehmen überprüft. Tatsächlich war die Substanz in manchen Fällen in diesen Dokumenten als wenig bis überhaupt nicht toxisch eingestuft worden.

Rund 295 Tonnen PHMG (als Phosphat und Chlorid) sind im vergangenen Jahr in Südkorea verkauft worden. Ein Großteil dieser Menge stammt aus China.

Sorgen Sie für die Sicherheit Ihrer Produkte. Wir betreuen seit Jahren Firmen, die Handelsbeziehungen nach Südkorea unterhalten. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter biocides@kft.de.

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Schweden verklagt EU Kommission

Das schwedische Umweltministerium klagt gegen eine Zulassungsentscheidung der EU Kommission im September vergangenen Jahres. Damals bewilligte die EU der kanadischen Firma Dominion Colour Corporation die Herstellung und Verwendung von zwei Bleichromat-Pigmenten, die bereits seit längerem als besonders besorgniserregend eingestuft sind und bereits seit 2010 auf der Liste der zulassungspflichtigen Stoffe nach Anhang XIV der REACH-Verordnung stehen. Die Klage erschien am 6. Februar im Amtsblatt des Europäischen Gerichtshofs. Dänemark hat bereits angekündigt, das Vorgehen der Schweden zu unterstützen.

Konkret werfen die Schweden der EU Verstöße gegen Artikel 60 (4) und Artikel 55 der REACH-Verordnung sowie gegen das Vorsorgeprinzip vor. Die EU habe das Risiko einer Verwendung nicht ausreichend geprüft und darüber hinaus missachtet, dass es bereits gleichwertige Ersatzprodukte auf dem Markt gibt. Bereits im November hat Schwedens Regierung die Klage gegen die EU in einer Pressemitteilung angekündigt.

Zuvor hatten bereits zahlreiche Umweltorganisationen, darunter die schwedische Organisation ChemSec die EU-Entscheidung gerichtlich angefochten. In ihrer Pressemeldung betonen sie, dass in manchen EU-Ländern seit Jahrzehnten keine Bleipigmente mehr eingesetzt werden, in Schweden seit mehr als 30 Jahren nicht mehr. Kern des Streits sind die beiden Pigmenten Rot 104 und Gelb 34. Beide werden zur Herstellung von Industrielacken und zum Markieren von Fahrbahnen verwendet.

Sorgen Sie rechtzeitig für die rechtliche Compliance ihrer Produkte. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Sie erreichen uns unter reach@kft.de.

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Kennzeichnungspflicht ist Kanadiern nicht streng genug

Kanadische Bürger wünschen sich umfassendere Informationen auf den Etiketten von Körperpflege- und Reinigungsmitteln. Das ergab eine Fokusgruppenstudie der kanadischen Umweltorganisation „Environmental Defence“. Die Organisation hat dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht. Danach sprachen sich die Teilnehmer der Studie für klare Gefahrenhinweise aus, wenn das Produkt gesundheitsgefährdende Stoffe enthält. Zudem fordern sie, dass solche Inhaltsstoffe auf dem Etikett genannt werden sollen.

Bis heute verlangt das kanadische Gesetz keine Auflistung von Inhaltsstoffen. Gleichwohl zeigt die Studie, dass die Kanadier informiert werden wollen, um den Kontakt mit krebserzeugenden und hormonell wirksamen Stoffen in Haushaltsprodukten vermeiden zu können, sagt Muhannad Malas, der bei Environmental Defence für das Thema Schadstoffe zuständig ist. Laut Malas hinke die kanadische Gesetzgebung derjenigen in der EU und auch in Kalifornien deutlich hinterher.

Bereits im Rahmen einer älteren Studie der David Suzuki Foundation aus dem Jahr 2012 identifizierten die Studienverantwortlichen immerhin rund 15.000 verschiedene Produkte in mehr als 10.000 kanadischen Haushalten. Mehr als die Hälfte der geprüften Produkte hatten auf den Etiketten keine Angaben zu den Inhaltsstoffen. Das geht aus dem Abschlussbericht der aktuellen Fokusgruppenstudie hervor.

Gerne weisen wir Sie auf unser Seminar „Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen gemäß CLP-Verordnung” am 29. Und 30. März hin. Sollten Sie Fragen zum Thema Kennzeichnungspflicht und/oder CLP haben, können Sie auch gerne unter clp-info@kft.de Kontakt mit uns aufnehmen.

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Thailand nimmt Risikostoffe ins Visier

Thailands “Department of Industry and Works”, DIW, plant eine Verordnung, die unter anderem Kriterien für besonders besorgniserregende Stoffen (SVHC) festlegt. Ziel ist es, die auf dem thailändischen Markt befindlichen SVHC zu erfassen und bis Mitte dieses Jahres eine Übersicht zu veröffentlichen.

Die betroffenen Unternehmen sollen verpflichtet werden, Berichte (Chemical Risk Assessment, CRA) zu erstellen, in denen die Risiken im Umgang mit den SVHC dargestellt und bewertet werden. Die Fristen für die Abgabe der Berichte sind gestaffelt und richten sich nach der Menge der hergestellten oder importierten Stoffmenge:

  • Mehr als 1.000 Tonnen/Jahr: Abgabe im Jahr 2020
  • 100-1.000 Tonnen/Jahr: Abgabe im Jahr 2022
  • 10-100 Tonnen/Jahr: Abgabe im Jahr 2025

Sollten Sie als Unternehmen betroffen sein und sich rechtlich absichern wollen? Sprechen Sie uns jederzeit an unter reach@kft.de.

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