KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Türkei: Erstes KKDIK-Seminar am 27. Oktober

Das türkische Ministerium für Umwelt und Städtebau (Ministry of Environment and Urbanisation, MoEU) informiert im Rahmen eines Seminars über die neue türkische REACH-Verordnung (KKDIK), die am 23. Dezember dieses Jahres in Kraft treten wird. Gastgeber der Veranstaltung in Istanbul ist der Verband der Chemieexporteure (Istanbul Chemicals and Chemical Products ExportersAssociation, IKMIB). Rund 200 Industrievertreter werden erwartet.

Inhaltlich wird es um die neuen Gesetzesanforderungen gehen, wie diese umzusetzen sind und wer die zuständigen Ansprechpartner sind. Eine große Herausforderung sehen die Industrievertreter in Anhang 18 der KKDIK-Verordnung. Dort sind die Qualifikationen festgeschrieben, die derjenige mitbringen muss, der die Zulassungsanträge bearbeitet. Schulungsbedarf ist also in jedem Fall gegeben. Auch der Geschäftsführer unseres türkischen Partners CRAD, Melih Babayigit, wird ein Trainingsprogramm für Experten durchführen. Die Absolventen dieses Programms sollen dann ihrerseits wieder Verantwortliche schulen.

Parallel dazu wird das Ministerium 13 Leitlinien auf dem Helpdesk des Ministeriums veröffentlichen; zwei Dokumente sind bereits hochgeladen. Die restlichen Unterlagen sollen bis Ende des Jahres folgen. Alle Dokumente erscheinen in türkischer Sprache.

Seit vielen Jahren betreuen wir gemeinsam mit unserem türkischen Partner CRAD Unternehmen, die in der Türkei tätig sind. Fragen Sie uns jederzeit gerne unter sds@kft.de.

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BREXIT: Folgen für den Biozid-Sektor

Die EU-Kommission hat für die Biozid-Branche eine Frage-und-Antwort-Liste zum Brexit und dessen Folgen veröffentlicht. Das Dokument hat die EU-Kommission in Zusammenarbeit mit der ECHA erstellt. Aktuell enthält das Dokument zehn Fragen und Antworten. Die EU-Verantwortlichen wollen die Entwicklung im Auge behalten und das Dokument bei Bedarf ergänzen.

Sollten Sie betroffen sein und darüber hinaus Fragen haben, stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung unter biocides@kft.de.

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PIC-Verordnung: Zahl der Notifizierungen steigt steil an

In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der PIC-Notifizierungen von 4.500 im Jahr 2014 auf knapp 8.000 im Jahr 2016 gestiegen. Hatten im Jahr 2014 noch 390 Firmen einen Stoff gemeldet, waren es im Jahr 2016 bereits 1.177. Das geht aus dem ersten ECHA-Bericht „Report on the operation of the Prior Informed Consent (PIC) Regulation 2017“ über die PIC-Verordnung hervor, den die ECHA im August herausgegeben hat.

Die PIC-Verordnung regelt die Aus- und Einfuhr von Chemikalien, die in der EU verboten oder deren Anwendung beschränkt sind. Bevor ein solcher Stoff in ein Nicht-EU-Land exportiert werden kann, ist er zuvor in einer Datenbank (ePIC) der ECHA zu notifizieren; ferner muss der betreffende Staat der Einfuhr ausdrücklich zustimmen. Erst wenn die Behörden dieses Staates grünes Licht geben, kann der Stoff ausgeführt werden. Gleichwohl ist er genau wie innerhalb der EU zu kennzeichnen – jedoch in der Landessprache des Empfängerlandes. Mithilfe einer solch offenen Kommunikation möchte man den Nicht-EU-Staaten den Aufbau eines eigenen Chemikalienmanagements und weitere rechtliche Maßnahmen erleichtern, etwa im Arbeitnehmerschutz. Über den genauen Ablauf des PIC-Verfahrens und die festgelegten Zuständigkeiten informiert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

Hervorgegangen ist die PIC-Verordnung aus dem Rotterdamer Übereinkommen über den Handel mit gefährlichen Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Im März 2014 trat die überarbeitete Verordnung (EU Nr. 649/2012) in Kraft.

Immer wieder werden Exportgesuche von Unternehmen abgelehnt. In den vergangenen beiden Jahren nahm diese Zahl zu. Als Gründe gibt die ECHA unvollständige oder falsche Angaben in Sicherheitsdatenblättern an. Oftmals seien auch Bezeichnungen oder Ausdrücke, die in der jeweiligen Landessprache anzugeben sind, nicht korrekt.

Wir erstellen seit vielen Jahren Sicherheitsdatenblätter in beinahe allen Sprachen und bürgen so für die Verkehrsfähigkeit der Produkte unserer Kunden. Gehen auch Sie auf Nummer sicher und sprechen Sie mit uns unter sds@kft.de.

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China erleichtert die Anmeldung und Registrierung neuer Stoffe wesentlich

Das Ministerium für Umweltschutz der Volksrepublik China (Ministry of Environmental Protection, MEP) hat die Anforderungen für die Anmeldung und Registrierung neuer chemischer Stoffe (Guidance for New Chemical Substance Notification and Registration) in einem Leitfaden (nur in Chinesisch) festgelegt. Sie sind ab dem 15. Oktober dieses Jahres gültig.

Für die Registrierung von Stoffen im Mengenband 1-10 Tonnen pro Jahr müssen bei Studien zur akuten Toxizität lediglich Daten für einen Expositionspfad erhoben werden. Bei Genotoxizitäts-Untersuchungen ist der Ames-Test ausreichend, und Toxizitätsstudien nach wiederholter 28-tägiger Verabreichung sind nicht mehr erforderlich.

Beim Mengenband 10-100 Tonnen pro Jahr sind keine 90-Tage-Toxizitätsstudien (Repeated Dose) mehr nötig. Und auch der bislang erforderliche OECD-Toxizitätstest 204 (14-day prolonged fish toxicity study) ist nicht weiter verpflichtend.

Für die Registrierung von Stoffen in der Menge 100-1.000 Tonnen pro Jahr benötigen Unternehmen lediglich eine toxikokinetische Beurteilung auf Basis vorhandener Studiendaten. Auch Daten von erweiterten Ein-Generationen-Reproduktionstoxizitäts-Studien werden akzeptiert. Des Weiteren wurden vereinfachte Kriterien für die Feststellung von chronischen und karzinogenen Wirkungen festgelegt.

Wir sind mit den Marktgegebenheiten und gesetzlichen Vorgaben in China vertraut. Kontaktieren Sie uns gerne unter sds@kft.de.

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EU: Kriterien für endokrine Disruptoren gelten auch für Biozide

Am 4. September hat die EU-Kommission die wissenschaftlichen Kriterien zur Bestimmung von endokrinen Disruptoren auch für Biozide akzeptiert. Die EU hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben mit weiteren nützlichen Links. Parlament und Rat haben nun zwei Monate Zeit, den geplanten Gesetzestext zu prüfen. Bereits im Juli hatten die Mitglieder für eine Annahme der Kriterien bei Pflanzenschutzmitteln gestimmt. Damit ist der Weg frei für eine Angleichung in den EU-Rechtsvorschriften für Pflanzenschutzmittel und Biozide.

Sobald das Gesetz in Kraft tritt, dürfen endokrin wirkende Stoffe nicht mehr genehmigt werden. Lediglich wenn die Exposition vernachlässigbar gering ist, wären Ausnahmen möglich und Wirkstoffe könnten mit Einschränkungen zugelassen werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert endokrine Disruptoren als Stoffe oder Gemische, die das Hormonsystem beeinflussen. Sie wirken sich nicht nur gesundheitsschädlich auf den eigenen Organismus aus, sondern schaden auch den Nachkommen. Wer sich eingehender mit dem Thema befassen will, dem sei die Frage-und-Antwort-Liste der EU-Kommission empfohlen.

Bezüglich der Zulassung von Biozidprodukten gemäß Biozidprodukte-Verordnung (BPR -Verordnung (EU) Nr. 528/2012) unterstützen wir unsere Kunden seit vielen Jahren. Wir beraten und begleiten sie über den gesamten Prozess, führen Registrierungen durch, steuern begleitende Studien, stellen die Dossiers zusammen und übernehmen das Projektmanagement sowie die Kommunikation mit den Behörden. Sie erreichen uns unter biocides@kft.de.

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EU-Kommission ergänzt Kosmetik-Verordnung

Die EU-Kommission hat Ergänzungen zur Kosmetik-Verordnung veröffentlicht und die drei Duftstoffe 3- und 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexen-1-carbaldehyd (HICC), Atranol und Chloratranol in kosmetischen Mitteln verboten.

Bereits im Jahr 2012 hatte der Wissenschaftliche Ausschuss „Verbrauchersicherheit“ (SCCS) darauf hingewiesen, dass diese drei Stoffe in den letzten Jahren von allen allergenen Duftstoffen die meisten Kontaktallergien ausgelöst haben.

Folgerichtig hat die EU-Kommission gehandelt und festgelegt, dass ab dem 23. August 2019 keine kosmetische Mittel mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen, die eine oder mehrere dieser Stoffe enthalten. Ferner dürfen ab dem 23. August 2021 kosmetische Mittel, die einen oder mehrere dieser Stoffe enthalten, nicht mehr in der EU bereitgestellt werden.

Wir bürgen für die Sicherheit Ihrer kosmetischen Produkte. Fragen Sie uns unter cosmetic@kft.de.

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ECHA veröffentlicht aktualisierten Leitfaden für Stoffe in Erzeugnissen

Die ECHA hat Version 4.0 des Leitfadens „Guidance on requirements for substances in articles“ publiziert und damit auf das Urteil des EuGH vom September 2015 reagiert. Damals hatte das Gericht entschieden, dass sich die Informationspflichten für besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) in Erzeugnissen nach den Artikeln 7 Abs. 2 und 33 der REACH-Verordnung nicht auf das ge- oder verkaufte Produkt beziehen, sondern bei zusammengesetzten Erzeugnissen, etwa einem Fahrrad oder Pkw, auf alle darin verwendeten Teile. Wir hatten über das Urteil und die Hintergründe damals in der Blogmeldung „SVHC: EU-Gericht widerspricht ECHA“ berichtet.

In einem Übersichtartikel der Fachzeitschrift REACH plus weist Rechtsexperte Hartmut Scheidmann auf die Schwächen des aktualisierten Leitfadens hin. So führen deren Autoren den neuen Begriff „complex objects“ ein. Er bezeichnet ein Erzeugnis, das aus vielen Teilerzeugnissen besteht. Allerdings, so kritisiert Scheidmann, kennt die REACH-Verordnung nur den Begriff “article“ für Erzeugnis. Bezüglich der rechtlichen Relevanz seien somit Missverständnissen Tür und Tor geöffnet. Des Weiteren sprechen die Autoren sowohl in Kapitel 5 als auch im Anhang 5 ausführlich von den Pflichten des Abnehmers von Erzeugnissen, sich Informationen über das Vorhandensein und den Gehalt von SVHC zu beschaffen. Allerdings müsse laut Scheidmann nach Artikel 33 der REACH-Verordnung der Lieferant diese Informationen proaktiv liefern. In seinem Fazit schreibt er, dass der Leitfaden hinter den rechtlichen Maßgaben zurückbleibt und viele offene Fragen nicht klärt. Allerdings seien Unternehmen am ehesten auf der sicheren Seite, wenn sie sich trotz aller Schwächen an diesem Leitfaden orientieren.

Lesen Sie zum Thema auch die Pressemitteilung, die von der ECHA anlässlich der Publikation des Leitfadens veröffentlich wurde.

Enthalten Ihre Produkte möglicherweise SVHC? Vertrauen Sie sich unserer Erfahrung und Expertise an unter reach@kft.de.

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