KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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EU-Kommission lässt Titandioxid als UV-Filter zu

Die EU-Kommission hat beschlossen, Titandioxid in Nanoform bis zu einer Menge von 25 Gewichtsprozent als mineralischen UV-Filter in kosmetischen Mitteln zuzulassen. Anhang VI der Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 wurde entsprechend geändert; das Gesetz ist seit dem 2. August gültig.

Die Verantwortlichen der Kommission folgten bei ihrer Entscheidung einer Empfehlung des wissenschaftlichen Beratergremiums SCCS (Scientific Committee for Consumer Safety). Nicht zugelassen ist dagegen die Verwendung von Titandioxid in Sprays. Hier sei nach Aussagen der SCCS-Mitglieder noch nicht ausreichend untersucht, ob durch die Anwendung Nanoteilchen in die Lunge gelangen können.

Möglicherweise haben Sie Fragen zu Titandioxid und zur Verkehrsfähigkeit Ihrer Produkte? Kontaktieren Sie uns gerne unter cosmetic@kft.de.

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Indien plant neue Kosmetikverordnung

Indiens Regierung möchte eine neue Arzneimittel- und Kosmetikverordnung auf den Weg bringen mit dem Ziel, Vorgaben mehr an global geltende Standards bei Herstellung und Produktsicherheit anzugleichen. Über geplante Inhalte ist allerdings nichts bekannt.

Die in Indien ansässige Kosmetikindustrie begrüßt das Vorhaben. Die alte Verordnung aus den 1940er-Jahren sei nicht mehr zeitgemäß und habe bei der Auslegung zu viel Interpretationsspielraum zugelassen, sagte Kajal Anand, die Präsidentin des indischen Verbands der Kosmetikhersteller AICMA (All India Cosmetics Manufacturers Association).

Nach Angaben der Außenwirtschaftsagentur Germany Trade & Invest (GTAI) wächst Indiens Markt für Kosmetika stark. Allein die Parfümindustrie ist im Zeitraum von 2009 bis 2014 um durchschnittlich knapp 20% pro Jahr gewachsen, und der Aufschwung hält unvermindert an.

Kosmetika werden von Verbrauchern in puncto Sicherheit besonders kritisch beäugt. Sorgen Sie deshalb für die Rechtssicherheit Ihrer Produkte. Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang auf unseren Kundentag am 13. September mit dem Schwerpunkt „Kosmetikvermarktung weltweit – regulatorische Grundlagen“. Bei Fragen zum Thema Kosmetik wenden Sie sich gerne jederzeit an uns unter cosmetic@kft.de.

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Brasilien: Chemikaliengesetz kommt

Das brasilianische Umweltministerium (engl. The Ministry of the Environment; Portug. Ministério do Meio Ambiente, MMA) hat den Entwurf für ein Chemikaliengesetz veröffentlicht. Bis Mitte August konnte die Öffentlichkeit im Rahmen einer öffentlichen Konsultation dazu Stellung nehmen. Vertreter der Nationalen Kommission für Chemikaliensicherheit (National Commission on Chemical Safety, Conasq) haben das Dokument erarbeitet und werden die endgültige Version Ende des Jahres dem Nationalkongress (portugiesisch: Congresso Nacional) vorlegen, der die Vorlage in ein Gesetz gießt.

Dieses Gesetz sieht unter anderem eine nationale Datenbank für Chemikalien nach dem Vorbild der EU und Kanada vor. Dort sollen Chemikalien gelistet werden, die entweder selbst in Brasilien hergestellt oder ins Land importiert werden – und zwar in einer Menge von mindestens einer Tonne pro Jahr. Der Gesetzgeber fordert dazu von den Unternehmen Angaben zur Firma, zur Stoffmenge, zur Verwendung, darüber hinaus die CAS-Nummer und auch die Einstufung und Kennzeichnung der Substanz nach dem Global Harmonisierten System (GHS). Sobald das Gesetz im Amtsblatt erscheint, sind diese Informationen innerhalb von drei Jahren einzureichen.

Ferner sollen laut Gesetz zwei Ausschüsse gebildet werden: Ein Ausschuss für Risikobeurteilungen, der Stoffe auswählt und nach bestimmten Kriterien bewertet wie Karzinogenität, Persistenz, Hormonaktivität und inwieweit der Stoff Mensch und Umwelt belastet. Und ein zweiter Ausschuss, der Verbote und Einschränkungen festlegen und auch über Mengenbegrenzungen entscheiden soll.

Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Mehr als 1.300 deutsch-brasilianische Unternehmen, davon allein 900 in Sao Paulo, beschäftigen etwa 250.000 Menschen. Allerdings steckt das Land derzeit in einer tiefen Rezession. Seit zehn Quartalen hintereinander gingen die Investitionen zurück.

KFT ist für Unternehmen in Brasilien tätig und mit den Gesetzen im Bereich Regulatory Chemical Compliance bestens vertraut. Kontaktieren Sie uns gerne unter reach@kft.de.

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Lebensmittelkontaktmaterialien: EU-Parlament fordert dringend strengere Richtlinien

Der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europaparlaments hat die EU-Kommission aufgefordert, neue EU-weit gültige Richtlinien für Lebensmittelkontaktmaterialien zu erarbeiten; dazu zählen beispielsweise Papier, Pappkarton, Beschichtungsstoffe, Druckfarben und Klebemittel, aber auch Kunststoffe, Gummi und Metalle – alles Materialien, die zur Herstellung von Verpackungen und Behältern, Küchenutensilien, Besteck und Geschirr dienen.

Laut den Ausschussmitgliedern gebe es bislang keine einheitliche Regelung, die etwa die Verwendung von kanzerogen, mutagen oder reproduktionstoxisch wirkenden Stoffen oder Substanzen, die nach REACH zu den besonders besorgniserregenden Stoffen zu zählen sind, verbietet.

Ein aktueller Berichtsentwurf von ENVI kritisiert, dass die Verordnung (EG) Nr. 1935/2004 bislang lediglich vier (Kunststoff, Keramik, regenerierte Cellulose sowie aktive und intelligente Materialien) von 17 im Anhang gelisteten Materialien abdeckt. Einzelne EU-Staaten hätten zwar inzwischen nationale Regelungen für einzelne Materialien erlassen, jedoch gäbe es noch Lücken und keine verbindliche EU-weite Lösung.

Neben diesem Missstand ist auch ein aktueller Beitrag der Zeitschrift Regulatory Toxicology and Pharmacology Grund für den Appell der Ausschussteilnehmer an die EU-Kommission. Darin berichten die Autoren von mehr als 6.000 Stoffen, die in Papier und Pappkarton enthalten sein können. 19 davon sind bei der ECHA als besonders besorgniserregend gelistet. Bedenklich sei auch, dass rund 77 Prozent der Verbindungen toxikologisch noch gar nicht bewertet seien. Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften, so schätzen die Verfasser, sind die meisten dieser Stoffe bioverfügbar, das heißt, sie gehen bei Kontakt in die Lebensmittel über.

Stellen Sie die gesundheitliche Unbedenklichkeit Ihrer Produkte sicher. Bei Fragen zur Rechtssicherheit sind wir gerne Ihr Partner. Kontaktieren Sie uns unter reach@kft.de.

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Mehr Transparenz bei Kosmetika gefordert

Umfragen zeigen: Die meisten Frauen möchten wissen, welche Stoffe in Parfüms und anderen Kosmetika enthalten sind, um Kontakt-Allergien zu vermeiden. Allerdings steht auf den meisten Verpackungen nur die Sammelbezeichnung „Parfum“, „Fragrance“ oder „Flavour“. Dahinter verbergen sich Mischungen von bis 100 verschiedenen Substanzen. Die Verbraucher können nicht erkennen, ob das Produkt möglicherweise Allergene enthält.

Auf diesen Missstand hat Alexandra Scranton, die Direktorin der Organisation Women’s Voices for the Earth (WVE) in einem Essay für das Online-Portal ChemicalWatch hingewiesen. Sie spricht aus, was die Mehrzahl der Frauen denkt. Drei von vier US-Müttern wünschen sich sichere Produkte; sie prüfen deren Inhaltsstoffe genau und wollen so Gesundheitsrisiken, denen die Familie möglichweise ausgesetzt sind, vermeiden. Das ergab eine Umfrage unter 1.000 US-Müttern im vergangenen Jahr.  Zu einem ähnlichen Ergebnis kam eine andere Befragung. Danach lesen mehr als die Hälfte aller Frauen die Etiketten genau, um nicht in Kontakt mit bestimmten Stoffen wie Sulfaten, Parabenen oder Polyethylenglykolen zu kommen.

Diese kritische Überprüfung hat gute Gründe: Laut einem Bericht des British Journal of Dermatology litten knapp 40 Prozent von 12.000 Befragten in fünf verschiedenen europäischen Ländern irgendwann in ihrem Leben bereits an einer Kontakt-Allergie. Sie meiden Duftstoffe und lesen folglich die Produktetiketten genau.

In Deutschland reagiert nach Angaben des Deutschen Allergie- und Asthmabunds e.V. nahezu jeder Fünfte allergisch auf mindestens eines der häufigsten Kontaktallergene.
Und das Robert Koch Institut warnt in seinem Bericht „Aktueller Stand zur Verbreitung von Allergien in Deutschland“ davor, die Allergie-Problematik zu verharmlosen. Das Institut spricht gar von einer die Lebensqualität vieler beeinträchtigenden Volkskrankheit und bezeichnet das „Allergieproblem in Deutschland als ernstes Problem unseres Gesundheitswesens“.

Gewährleisten Sie jederzeit die Sicherheit Ihrer Produkte und machen Sie diese zu einer starken und vertrauenswürdigen Marke. Wir unterstützen Sie dabei. Kontaktieren Sie uns gerne unter cosmetic@kft.de.

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TTIP: Organisationen prangern EU-Kommission an

Im Vorfeld der 14. Runde der TTIP-Verhandlungen haben sich mehr als 65 Organisationen in einem offenen Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, gewandt. Zu den Unterzeichnern zählen beispielsweise Vertreter der nichtstaatlichen Organisationen Center for International Environmental Law (CIEL), ClientEarth sowie Health and Environment Alliance (HEAL). In ihrem Schreiben kritisieren sie das bisherige Vorgehen der EU-Kommission. Diese richte sich bei ihren Verhandlungen mit US-Vertretern nicht nach den Empfehlungen des Europäischen Parlaments.

Mit dieser Resolution hat das Europäische Parlament die EU-Kommission dazu angehalten, bestimmte Themen wie die Gesetzgebung bezüglich Chemikalien, Pestiziden und Kosmetika nicht zu verhandeln, da zu große inhaltliche Diskrepanzen bestehen. Das Gleiche gilt für geplante Gesetzesvorhaben, die die Gesundheit und Umwelt schützen sollen.

Im Rahmen eines Compliance-Checks haben die Unterzeichner des Briefs überprüft, inwieweit sich die EU-Kommission an diese Vorgaben hält. Ergebnis: Die EU-Vertreter beziehen sehr wohl REACH und andere Gesetze mit in die Verhandlungen ein und halten die US-Vertreter außerdem über geplante Gesetze und Maßnahmen auf dem Laufenden, sodass diese ihre Interessen mit einbringen und so die Gesetze beeinflussen können.

Das sei beunruhigend, weil die EU-Kommission damit bereits bestehende EU-Standards aufweicht (etwa Grenzwerte für Pestizidrückstände in Lebensmitteln), um Handelsbarrieren aufzulösen.

Schützen Sie die Vermarktungsfähigkeit Ihrer Produkte. Wenden Sie sich bei Bedarf gerne an uns unter reach@kft.de.

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Britisches Umweltministerium und britischer Chemieverband: UK-Unternehmen müssen REACH-Vorgaben erfüllen

Das britische Ministerium für Umwelt, Ernährung und Landwirtschaft (Department for Environment Food & Rural Affairs, DEFRA) ermahnt britische Unternehmen, ihren REACH-Verpflichtungen nachzukommen und Stoffe rechtzeitig bis zum 1. Juni 2018 anzumelden. Das fordert auch der britische Chemieverband (Chemical Industries Association, CIA). Er hat in einem offenen Brief an die Premierministerkandidaten den uneingeschränkten Zugang der britischen Unternehmen zum EU-Binnenmarkt verlangt. Dafür müssten die REACH-Vorgaben unbedingt eingehalten werden. Für säumige Unternehmen sei ansonsten eine Handelsbeziehung mit den EU-Staaten gefährdet.

Dessen ungeachtet sind die Unternehmen aufgrund der langwierigen Austrittsprozedur noch mindestens zwei Jahre an EU-Recht gebunden. Zunächst muss die neue Regierung offiziell und schriftlich den Austritt verkünden. Artikel 50 des EU-Vertrags („Lissabon-Vertrag“) ermöglicht einen solchen Schritt. Erst nach diesem schriftlichen Bescheid können die Verhandlungen über ein Austrittsabkommen beginnen. Dabei legen die Verhandlungspartner die künftigen Beziehungen fest und wie Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr vonstattengehen sollen. Laut EU-Vertrag haben die beiden Parteien nun zwei Jahre Zeit, um alle Austrittsmodalitäten auszuhandeln. Am Ende müssen der Europäische Rat und das EU-Parlament dem Austrittspaket zustimmen.

Bis es soweit ist, gilt EU-Recht. Die für REACH-Angelegenheiten zuständige britische Behörde Health and Safety Executive unterstützt deshalb vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen nach wie vor nach Kräften, damit diese ihre REACH-Verpflichtungen erfüllen können. Auch die ECHA bietet Unternehmen auf ihrer Website zahlreiche Infos und Services an.

Bezüglich REACH 2018 haben wir in einer Blogserie von Schritt 1 bis Schritt 6 zusammengestellt, wie Unternehmen bei einer Registrierung vorzugehen haben und was sie dabei beachten sollten. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter reach@kft.de.

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