KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Frist für Phase-in-Stoffe läuft ab

Bis zum 1. Juni 2017 müssen alle Phase-in-Stoffe im Tonnageband von einer bis hundert Tonnen vorregistriert sein. Die Vorregistrierung stellt sicher, dass ein Unternehmen bis zum 1. Juni 2018 ohne Voranfrage an einer gemeinsamen Registrierung teilnehmen kann. Die Vermarktungsfähigkeit des Stoffs ist bis zu diesem Datum gegeben.

Versäumt ein Unternehmen die Vorregistrierungsfrist, kann die Vermarktungsfähigkeit des betreffenden Stoffs nur über eine Anfrage (Inquiry) aufrechterhalten werden. Die ECHA stellt für das Procedere ein Handbuch (Inquiry Dossier) zur Verfügung. Im Rahmen dieser Anfrage wird die Stoffidentität geprüft. Das Bearbeiten der Voranfrage und die Registrierung können mehrere Monate dauern. In dieser Zeit darf der Stoff nicht vermarktet werden. Ein Unternehmen darf den Stoff erst importieren oder herstellen, wenn es eine Registrierung erhalten hat.

Die Vorregistrierung selbst ist ein rein formaler Akt. Die dafür nötigen Formate stellt die ECHA kostenlos zur Verfügung. Gleichwohl hat jeder Hersteller und Importeur die Vorregistrierung seiner Stoffe selbst durchzuführen.

„Wir empfehlen jedem Unternehmen sein Portfolio an Altstoffen zu überprüfen und alle Stoffe im Mengenband kleiner 100 Tonnen vorregistrieren zu lassen, um mögliche Importverbote zu vermeiden“, erklärt REACH-Experte Dr. Nicolas Heidrich von KFT.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Vorregistrierung Ihrer Stoffe. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf unter reach@kft.de.

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Titandioxid erneut im Kreuzfeuer

Wissenschaftler am französischen Agrarforschungsinstitut (Institut national de la recherche agronomique, INRA) haben herausgefunden, dass der Nahrungsmittelzusatzstoff Titandioxid (E171) Darmkrebs auslösen kann. Dabei haben sie Tests ausgewertet, bei denen die Tiere über kurze und auch längere Zeit Futter bekamen, dem der Nahrungsmittelzusatzstoff Titandioxid (E171) beigemengt war – und zwar in Konzentrationen, die auch für die menschliche Nahrung typisch sind.

Die Forscher konnten nachweisen, dass die Titandioxidpartikel die Darmwand passieren und in die Leber gelangen können. Außerdem fanden sie die Partikel im Lymphgewebe des Dünndarms, wo sie das Immunsystem schwächen.

Die Partikelgröße der Titandioxidteilchen schwankt bei E171 zwischen 30 und 400 Nanometern; rund ein Drittel der Teilchen haben einen Durchmesser von weniger als 100 Nanometern. Der tägliche Verzehr von E171-haltigem Futter, so schlussfolgern die Wissenschaftler, wirke auf die Tiere toxisch.

Bereits Ende 2015 hat die französische Agentur für Nahrungssicherheit, Umwelt und Arbeitsschutz (ANSES) für Titandioxid eine harmonisierte Einstufung in die Gefahrenklasse „Karzinogenität der Kategorie 1B“ vorgeschlagen. Das wäre ein großer Schritt für die Aufnahme der Substanz in die Liste der SVHC-Stoffe (Substances of Very High Concern). Ferner wäre die Substanz für eine Verwendung in Konsumentenprodukten tabu.

ECHAs Ausschuss für Risikobewertung (Risk Assessment Committee, Rac) prüft derzeit den Antrag der französischen Behörde und wertet dazu alle vorliegenden Studien aus. Bis Ende des Jahres wollen die Wissenschaftler über den Antrag entscheiden.

Haben Sie mit titandioxidhaltigen Produkten zu tun oder haben Sie Fragen zur Verkehrsfähigkeit Ihres Produkts? Sie erreichen uns unter cosmetic@kft.de.

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Frankreich: Meldepflicht für gefährliche Gemische und Biozide

Für Unternehmen, die gefährliche Gemische oder Biozide nach Frankreich exportieren, gelten seit dem 1.1.2017 neue Meldepflichten. Für die Entgegennahme der Meldungen zuständig ist das „Institut National de Recherche et de Sécurité, INRS“.

Die neue Regelung fordert nun neben den bislang gültigen Gefahrenhinweisen auch die folgenden Hinweise:

  • Sensibilisierung der Atemwege, Kategorie 1 (H334)
  • Sensibilisierung der Haut, Kategorie 1 (H317)
  • Karzinogenität, Kategorie 2 (H351)
  • Keimzellmutagenität, Kategorie 2 (H341)
  • Reproduktionstoxizität, Kategorie 2 (H361)

Für die Jahre 2019 und 2022 sind zusätzliche Gefahrenhinweise angekündigt. Meldepflichtig sind seit Januar 2017 außerdem Biozide. Die betroffenen Unternehmen können für die Meldung das von der INRS entwickelte IT-Werkzeug „Déclaration Synapse“ nutzen. Dafür ist eine Signatur erforderlich.

Hintergrund der Meldepflicht ist Artikel 45 der CLP-Verordnung. Sie schreibt Herstellern, Importeuren und Vertreibern vor, die Rezeptur und Inhaltsstoffe von gefährlichen chemischen Gemischen, von Bioziden oder Wasch- und Reinigungsmitteln den dafür zuständigen nationalen Behörden, in diesem Fall der INRS, zu melden. Die Behörden halten die Daten dann für Giftinformationszentren bereit, deren Ärzte im Notfall zielgerichtet beraten können. Da der Meldeprozess in jedem Land anders läuft, ist es für Unternehmen, die in mehreren EU-Staaten tätig sind, mitunter schwierig, hier den Überblick zu behalten.

Gerne halten wir Ihnen den Rücken frei und übernehmen für Sie alle Services rund um die Meldepflicht. Diesbezüglich empfehlen wir auch unser Seminar „Artikel 45 Meldungen in der EU“, das Ihnen einen guten Überblick gibt.

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Türkei REACH: Abschließende Beratungen und die Sorgen der Unternehmen

Bis Ende Januar konnten sich Vertreter betroffener Unternehmen zum aktuellen Entwurf der geplanten türkischen Chemikalien-Verordnung KKDIK äußern, bevor das Ministerium für Umwelt und Städtebau (Ministry of Environment and Urbanisation, MoEU) das Gesetz Ende März veröffentlicht. Die aktuelle Version setzt die Registrierungsfrist bis 31. Dezember 2022 fest; Vorregistrierungen sollten bis Ende 2019 erfolgen.

Die Einwände der Industrie beziehen sich zum Großteil auf die Kosten der Registrierung, die für viele der meist kleinen und mittelständischen Unternehmen kaum zu stemmen sind. Deshalb fordern Unternehmensvertreter das Ministerium auf, die betroffenen Unternehmen entsprechend zu unterstützen.

Unklarheit herrscht auch über die Anhänge der Verordnung. Während die Stoffe in Anhang 17, für die es Beschränkungen gibt, mit der EU-REACH-Liste übereinstimmen – allerdings ist die Liste noch nicht aktualisiert – gibt es über die zulassungspflichtigen Stoffe in Anhang 14 noch keinen Konsens.

Als Achillesferse könnte sich der geplante und in der EU-Verordnung nicht vorhandene Anhang 18 erweisen. Dort sind die Rollen und Qualifikationen festgelegt, die ein Experte zum Bearbeiten der Zulassungen und Meldungen unbedingt haben muss. Allerdings, so befürchten die Industrievertreter, werden nur wenige das geforderte Profil erfüllen können, denn unter anderem sind zehn Jahre Berufserfahrung gefordert. Aufgrund des Personalengpasses im Ministerium könnten sich die Bearbeitungszeiten entsprechend in die Länge ziehen. Eine mögliche Lösung wäre, ausländische Experten anzuwerben.

Sie sind im türkischen Markt tätig? Dann kommt für Sie unser Kundentag am 11. Mai 2017 wie gerufen. Thema ist die neue Chemikaliengesetzgebung in der Türkei. Von unserem türkischen Partner CRAD und dessen Geschäftsführer Melih Babayigit erhalten Sie dazu Informationen aus erster Hand. Kontaktieren Sie uns dazu gerne unter sds@kft.de.

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Trump verpasst EPA Maulkorb

Die Trump-Administration verfügt in einem Schreiben, dass die Kommunikation zwischen der EPA und der Öffentlichkeit auf Eis gelegt wird bis der neue EPA Vorsitzende Scott Pruitt im Amt ist. Ebenso verschiebt sich das Inkrafttreten von 30 Verordnungen vom 10. Februar auf den 21. März 2017. Betroffen ist beispielsweise eine Regelung, die Grenzwerte für das Ausdünsten von Formaldehyd aus Holzverbundstoffen vorsieht. Die von der EPA verabschiedete Melderegel für Nanomaterialien tritt dagegen wie geplant in Kraft.

Vom Kommunikationsstopp betroffen sind auch Wissenschaftler am Landwirtschafts- und Gesundheitsministerium (US Department of Agriculture und US Department of Health und Human Services). Eine befristete Informationssperre ist bei einem Regierungswechsel durchaus üblich. Allerdings befürchten Vertreter von Umweltorganisationen und auch Wissenschaftler künftig Einschränkungen, wenn es darum geht, die Bürger über Risiken zu informieren und vor möglichen Gesundheitsgefahren zu schützen.

Andrew Rosenberg, Leiter des Zentrums für Wissenschaft und Demokratie (Center for Science and Democracy at the Union of Concerned Scientists) kritisiert in einer Pressemeldung Trumps Maßnahme als unverhältnismäßig: „Die Wissenschaftler forschen im Auftrag der Politik, und sie tun das zu unserer Sicherheit. Es macht keinen Sinn, in puncto Information Mauern zwischen ihnen und den Bürgern zu errichten.“

Wir sorgen dagegen für Transparenz in Sachen Chemical Compliance und unterstützen Sie mit Rat und Tat, damit Sie Ihre Produkte sicher vermarkten können. Nehmen Sie jederzeit Kontakt mit uns auf unter reach@kft.de.

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US EPA erlässt Melderegel für Nanomaterialien

Die US amerikanische Umweltbehörde EPA hat am 12. Januar 2017 eine Melderegel für Nanomaterialien im Bundesregister der Vereinigten Staaten publiziert. Die Regelung – nach Paragraf 8(a) TSCA – tritt 120 Tage nach dieser Veröffentlichung in Kraft.

Nach der neuen Regel besteht für folgende Unternehmen eine Meldepflicht gegenüber der EPA:

  1. Unternehmen, die beabsichtigen, Nanomaterialien neu herzustellen oder zu verarbeiten.
  2. Unternehmen, die bereits Nanomaterialen herstellen oder importieren.

Hersteller, Importeure oder verarbeitende Unternehmen müssen der EPA einmalig in elektronischer Form Informationen übermitteln, etwa zum (geplanten) Produktionsvolumen und zum Herstellungsprozess. Unternehmen, die Nanosubstanzen neu produzieren und auf den Markt bringen wollen, müssen dies 135 Tage vor Beginn des beabsichtigten Produktionsstarts der EPA melden.

Nach Definition der EPA sind Nanomaterialien Feststoffpartikel oder Ansammlungen von Partikeln, die in mindestens einer Richtungsdimension zwischen 1 und 100 Nanometern groß sind. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat im Schnitt einen Durchmesser von 80.000 bis 100.000 Nanometer. Für die Meldung relevant sind aber nur solche Substanzen, die in der Nanoform tatsächlich andere Eigenschaften zeigen als die gleiche Substanz in herkömmlicher Form. Nicht meldepflichtig sind Stoffe, die lediglich ein Prozent (Gewichtsprozent) Anteil an Nanosubstanzen am Gesamtstoff haben.

In Europa gibt es eine ähnliche Meldepflicht nicht. Die EU-Kommission lehnt den Aufbau eines Nanoregisters ab. Stattdessen betreibt die ECHA „Nano Obervatory“-Seiten, auf denen bestehende Informationen zusammengetragen werden. Einen guten Überblick zum Thema Nanomaterialen gibt die Kleine Anfrage an den Bundestag zum Thema Transparenz über nanomaterialhaltige Produkte auf dem deutschen Markt.

Möglicherweise stellen Sie selbst Nanosubstanzen her oder sind in den Handel mit Nanomaterialien involviert. Sichern Sie sich den freien Marktzugang Ihrer Produkte und stellen Sie deren Chemical Compliance sicher. Sprechen Sie uns an unter: reach@kft.de.

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EU prüft Sicherheitsdatenblätter

Die EU möchte die Sicherheit von Mitarbeitern erhöhen, die in Unternehmen mit gefährlichen Stoffen zu tun haben. Zu diesem Zweck hat die ECHA Anfang dieses Jahres ein Durchsetzungsprojekt (REACH-EN-FORCE Projekt 5) gestartet. Im Rahmen dieses Projekts sollen Inspektoren in 28 EU-Ländern ein Jahr lang die Vollständigkeit und Korrektheit der Daten in Sicherheitsdatenblättern und Expositionsszenarien überprüfen. Laut ECHA soll im 4. Quartal 2018 ein Abschlussbericht vorliegen.

 Im Einzelnen sollen die Inspektoren herausfinden, inwieweit die erweiterten Sicherheitsdatenblätter die Informationen enthalten, die laut Stoffsicherheitsbericht des Herstellers erforderlich sind. Und ob die Expositionsszenarien beim Umgang mit den Stoffen in den Betrieben im Rahmen des Arbeitsschutzes entsprechend umgesetzt wurden. Ziel ist es zum einen, die betroffenen Mitarbeiter korrekt über die Risiken zu informieren und ihnen die richtigen Sicherheitsinformationen an die Hand zu geben. Zum anderen wollen sich die Prüfer ein Bild davon machen, wie gut Informationen entlang der Lieferkette weitergegeben werden.

 Unter anderem fordert Artikel 125 der REACH-Verordnung von den Mitgliedstaaten regelmäßig zu kontrollieren, ob die REACH-Vorgaben ordnungsgemäß umgesetzt werden. In Deutschland beispielsweise sind für diese Aufgabe die einzelnen Länder zuständig. Die EU unterstützt dieses Vorhaben länderübergreifend und hat dafür eigens ein „Forum für den Austausch von Informationen zur Durchsetzung“ ins Leben gerufen. Dieses Forum bildet ein Netzwerk verschiedener Behörden, die für die rechtmäßige Umsetzung der REACH-, CLP- und PIC-Verordnung in den EU-Ländern sowie in Norwegen, Liechtenstein und Island sorgen. Jedes Land ist im Forum mit einem Repräsentanten vertreten. Sie schlagen Projekte wie das beschriebene REACH-EN-FORCE Projekt 5 vor, koordinieren diese und bewerten sie.

 Das Erstellen von Sicherheitsdatenblättern in nahezu allen Länderversionen gehört seit vielen Jahren zu unseren Kernkompetenzen. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf unsere Schulung am 8. Februar hinweisen: „Das erweitere Sicherheitsdatenblatt (eSDB) für Gemische” sowie auf unsere Schulung am 22. Februar „Auffrischung und Vertiefung Fachkunde/Sachkunde zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern”. Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an sds@kft.de.

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