KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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EU-Ecolabel: Neue Kriterien bei Reinigungsmitteln

Wer seine Reinigungsprodukte mit dem EU-Ecolabel auszeichnen will, muss sich ab Juni auf neue Kriterien einstellen. Das haben Mitglieder des European Union Ecolabelling Board (EUEB) auf einer Sitzung im März beschlossen. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatten sich die Mitgliedsstaaten auf strengere Vorgaben bei Reinigungsprodukten geeinigt. Diese schreiben unter anderem vor, dass die betreffenden Produkte

  • kein Mikroplastik mehr enthalten sein darf.
  • keine Duftstoffe mehr enthalten dürfen, die in der Gefährdungskategorie H412 eingestuft sind (schädlich für Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung).
  • nur noch die maximal nötige Dosis an Konservierungsstoffen enthalten dürfen.
  • nur noch Palmöl, Palmkernöl (und Derivate) von nachhaltig wirtschaftenden Plantagen enthalten dürfen, wenn die Produkte als biobasiert deklariert sind.
  • von weiteren Verpackungsanforderungen befreit sind, wenn die Verpackung zu mindestens 80 Prozent aus recyceltem Material besteht.

Die EU gibt einen Überblick, welche Produktgruppen im Einzelnen betroffen sind. Unternehmen, die das Ecolabel nutzen wollen, haben ab Juni dieses Jahres 12 bis 18 Monate Zeit, die neuen Kriterien zu erfüllen.

Lesen Sie zu den neuen Anforderungen für das EU-Ecolabel auch das Interview mit Kristine Dorosko, politische Referentin und bei der EU zuständig für Nachhaltigkeit in Produktion und Verbrauch.

Bislang tragen nur wenige Wasch- und Reinigungsmittel das EU-Ecolabel. Das Gütesiegel wurde bereits 1992 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und ist in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie in Norwegen, Island, der Schweiz und der Türkei anerkannt.

Hersteller, Importeure, Dienstleister, aber auch Händler können das Label bei der jeweils zuständigen nationalen Stelle beantragen. In Deutschland prüft die RAL GmbH eingehende Anträge und schließt nach positiver Prüfung die entsprechenden Zeichenbenutzungsverträge mit den jeweiligen Zeichennehmern ab. Auf der deutschen Website finden Sie detailliertere Informationen zum EU-Ecolabel.

Als Hersteller von ökologisch unbedenklichen Reinigungsmitteln können Sie sich Wettbewerbsvorteile sichern. In puncto Rechtssicherheit Ihrer Produkte beraten wir sie gerne unter cosmetic@kft.de. Gerne weisen wir in diesem Zusammenhang auch auf unser Seminar „Raumduft, Rasierschaum, Reiniger & Co“ am 4. Mai hin.

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Türkei: Neue Verordnung für Spielzeugsicherheit

Seit dem 4. April gilt in der Türkei eine neue Richtlinie für Spielzeugsicherheit (in Türkisch). Diese Verordnung spiegelt nahezu eins zu eins die Anforderungen der entsprechenden EU-Richtlinie von 2009 wider.

Die neue Verordnung sieht eine starke Verminderung der Metallgehalte in Spielzeug vor. Nicht nur die Grenzwerte wurden herabgesetzt. Auch die Zahl der eingeschränkten Metalle stieg gegenüber der seit 2013 gültigen alten Verordnung von 8 auf 19. Neu auf der Liste sind beispielsweise Aluminium, Zinn, Kupfer, Zink und Nickel. Zudem wird künftig zwischen einzelnen Spielzeugklassen unterschieden. Der Grenzwert bei Blei ist beispielsweise bei Wasserspielzeug niedriger (3,4 mg/kg) angesetzt als bei Spielzeug, das nicht mit Wasser in Berührung kommt (dry toys: 13,5 mg/kg).

Neu sind auch die strengeren Grenzwerte bei Spielzeug für Kinder unter drei Jahren. Hier wurde der Grenzwert für Bisphenol A auf 0,1 mg/l festgelegt, bei den phosphorhaltigen Flammschutzmitteln TCEP, TCPP und TDCP auf 5 mg/kg. Bereits im Juni vergangenen Jahres veröffentlichte die dänische Umweltbehörde einen Studienbericht zum Gehalt dieser Substanzgruppe in Produkten für Kinder (Kindersitze, Tragetücher, Kindermatratzen) und zu deren Gefährlichkeit.

Sorgen Sie rechtzeitig für die Sicherheit und Marktfähigkeit Ihrer Produkte. Wir unterstützen Sie gerne. Kontaktieren Sie uns unter reach@kft.de.

Ganz herzlich einladen möchten wir Sie außerdem auf unseren Infotag am 11. Mai. Als Gast haben wir Herrn Melih Babayigit, den Geschäftsführer unseres türkischen Partners CRAD. Er ist REACH-Experte und ausgesprochener Kenner des türkischen Marktes und der dortigen Chemikalienrechtslage. Von im erfahren Sie auch Details zur geplanten türkischen REACH-Verordnung, die in Kürze kommen soll. Weitere Details sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

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Neuseeland: Regeländerungen zum Management gefährlicher Stoffe

Neuseelands Umweltbehörde gibt im Dezember dieses Jahres neue Regeln zum Umgang mit gefährlichen Stoffen heraus. Die Behörde tut dies künftig in Form von Bekanntmachungen. Bei den Regeländerungen geht es unter anderem um die Entsorgung von gefährlichen Stoffen, um deren Etikettierung und Verpackung sowie um Form und Inhalt von Sicherheitsdatenblättern.

Bei der Einstufung bleibt Neuseeland bei den Vorgaben der bislang gültigen Verordnung (Hazardous Substances and New Organisms Amendment Act of 2015, HSNO). Bei den Sicherheitsdatenblättern (SDS) und der Etikettierung hingegen übernimmt das Land Elemente der GHS-Verordnung, etwa Inhalte und Format bei den SDS, Piktogramme und Signalwörter sowie Gefahren- und Sicherheitshinweise für die Etiketten.

Auch organisatorisch gibt es Veränderungen. Ab Ende des Jahres kümmert sich eine eigene Behörde um das Thema Arbeitsplatzsicherheit; gleichzeitig erweitert die Umweltbehörde ihren Kompetenz- und Tätigkeitsbereich. Neben ihren bisherigen Aufgaben – Herstellung, Import und Verwendung gefährlicher Substanzen, Regelung von Einstufung, Etikettierung, Verpackung sowie das Handling von SDS – sollen die Mitarbeiter in Zukunft auch Kontrollaufgaben übernehmen, etwa, ob

  • für die Verwendung gefährlicher Substanzen eine Genehmigung vorliegt.
  • die Produkte richtig etikettiert, verpackt sind und die SDS alle nötigen Informationen enthalten.
  • die Grenzwerte bei bestimmten gefährlichen Stoffen eingehalten werden.
  • das Verwendungsverbot für schwer abbaubare organische Verbindungen eingehalten wird.

Sind Sie auf dem neuseeländischen Markt aktiv und möchten die Vermarktungsfähigkeit Ihrer Produkte sicherstellen? Sprechen Sie uns gerne an unter reach@kft.de.

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EU verschärft Abfallrahmenrichtlinie

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sprachen sich in ihrer Sitzung Mitte März für Ergänzungen zur Abfallrahmenrichtlinie aus. Unter anderem geht es darum, im Zuge der Förderung der Kreislaufwirtschaft besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) aus dem Stoffkreislauf zu nehmen. Recycelter Abfall soll künftig als saubere Rohstoffquelle dienen. Sowohl das Europäische Umweltbüro (EEB: European Environmental Bureau) als auch das Europäische Parlament gaben dazu entsprechende Pressemeldungen heraus.    

Im Einzelnen plädieren die EU-Parlamentarier dafür, umweltkritische Substanzen konsequent zu ersetzen und diesen Vorgang auch mit entsprechenden Maßnahmen zu flankieren. Die einzelnen Mitgliedsstaaten sollen zum einen für Transparenz in den Lieferketten sorgen und dabei vor allem die Verbraucher und die Abfallindustrie über die Gegenwart kritischer Stoffe informieren. Zum anderen sollen Recycling-Unternehmen geeignete Verfahren entwickeln, um die im Kreislauf verbliebenen Stoffe zuverlässig entfernen zu können.

Marco Mensink, Mitglied des Leadershipteams beim Verband der Europäischen chemischen Industrie, hat sich bereits kritisch zu den geplanten Gesetzesänderungen geäußert und davor gewarnt, über Abfallpolitik die Belange der Chemiebranche regeln zu wollen. In der Konsequenz hieße das, Produktionsprozesse weltweit kontrollieren zu wollen und sämtliche in die EU importierten Produkte penibel zu prüfen, was nahezu unmöglich sei. Letztlich werde auch der Standort Europa geschwächt, weil betroffene Unternehmen ihre Produktion ins Ausland verlagern würden.

Wir unterstützen Sie dabei, alle gesetzlichen Vorgaben im Umgang mit gesundheitlich bedenklichen Stoffen einzuhalten. Kontaktieren Sie uns unter reach@kft.de.

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Südkorea hält an Deadline für PEC-Stoffe fest

Das südkoreanische Umweltministerium (Ministry of Environment) hat mit Nachdruck an alle betroffenen Unternehmen appelliert, sämtliche 510 PEC-Stoffe (Priority Existing Chemicals) bis zum 31. Mai 2018 registrieren zu lassen. Das Ministerium hatte diese Stoffe im Jahr 2015 in einer sogenannten PEC-Liste zusammengestellt.

Der Appell erfolgte, nachdem Industrie- und auch Rechtsvertreter Zweifel geäußert hatten, ob die Frist überhaupt einzuhalten ist. Hintergrund ist die Maßnahme des Ministeriums, das im Jahr 2015 in Kraft getretene südkoreanische Chemikaliengesetz (Act on the Registration and Evaluation of Chemical Substances oder wegen seiner Ähnlichkeit zum europäischen REACH-Gesetz auch K-REACH genannt) zu ergänzen. Wir hatten darüber bereits in unserem Blogbeitrag „Südkorea ergänzt K-REACH“ berichtet.

Die Kritiker machen ihre Zweifel an zwei Punkten fest: Zum einen haben – Stand 28. Februar – erst 302 von 510 PEC-Stoffen einen federführenden Registranten. Zum anderen laufen die Verhandlungen über den Austausch von Stoffdaten mehr als schleppend. Die betroffenen Unternehmen zögern bislang, den EU-Dateninhabern Gebühren für den Zugang zu den erforderlichen Stoffdaten zu zahlen, solange sie nicht wissen, ob die EU-REACH-Daten überhaupt von den südkoreanischen Behörden akzeptiert werden.

Indes bleiben die Verantwortlichen am südkoreanischen Umweltministerium gelassen. Sie verweisen darauf, dass im Vorfeld von EU-REACH ähnlich wenig federführende Registranten feststanden. Gleichwohl, räumen sie ein, könne es aufgrund der 19. Präsidentschaftswahl am 9. Mai zu Verzögerungen kommen. Alles hänge davon ab, wie schnell die neue Regierung die K-REACH-Ergänzungen bestätigt.

Wie bieten Firmen, die auf dem südkoreanischen Markt tätig sind, fachkundige Unterstützung an. Mit unserem Partner, der KTR Europe GmbH, arbeiten wir seit Jahren erfolgreich zusammen. Sprechen Sie uns an unter reach@kft.de.

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EU erlässt Vermarktungsverbot für allergene Duftstoffe

Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses für kosmetische Mittel stimmten auf ihrer Sitzung Mitte März für ein Verbot der drei allergenen Duftstoffe Atranol, Chloratranol sowie Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexen Carboxaldehyd (HICC) in Kosmetika. Entsprechend werden Anhang II und III der EU-Verordnung Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel ergänzt. Damit müssen in zwei Jahren alle Kosmetika, die einen der drei Stoffe enthalten, vom Markt verschwunden sein.

Dieser Beschluss ist nur einer von mehreren Maßnahmen, mit denen die EU-Kommission künftig gegen die Verwendung von allergen aktiven Substanzen vorgehen will. Mit zum konsequenten Handeln der EU beigetragen hat ein umfassender Bericht, den das dänische Umweltministerium im vergangenen Jahr herausgegeben hat und der das allergene Potenzial von solchen Stoffen aufzeigt.

Eingeschränkt hat der Ausschuss außerdem den Zusatz von Zinkoxid zu Kosmetika als Farbstoff. Laut geändertem Anhang IV der Kosmetik-Verordnung darf die Substanz damit nicht mehr in Anwendungen verwendet werden, „die durch Inhalation zur Exposition der Lunge der Endnutzer führen können“.

Auch den Einsatz des Konservierungsmittels Methylisothiazolinon (MIT) haben die Ausschussmitglieder weiter beschnitten und folgen damit einer Empfehlung des wissenschaftlichen Ausschusses für Verbrauchersicherheit. Dieser hatte darauf gedrängt, dass die Substanz künftig nur noch in einer Konzentration von maximal 15 ppm, das heißt 15 Milligramm pro Liter, in Rinse-off-Produkten enthalten sein darf. Das sind abwaschbare Körperpflegemittel, die nicht auf Haut und Haaren verbleiben. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Substanz für die Verwendung in Leave-on-Produkten, etwa Lotions und Cremes, verboten (s. Blogbeitrag „EU verbannt Konservierungsstoff aus Leave-on-Produkten“.

Sorgen Sie für eine gute Verträglichkeit Ihrer Kosmetika. Wir kümmern uns um die rechtliche Compliance Ihrer Produkte. Fragen nehmen wir gerne unter cosmetic@kft.de entgegen.

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EU-Kommission ergänzt Anhang VIII der CLP-Verordnung

Die EU-Kommission hat im EU-Amtsblatt eine Ergänzung von Anhang VIII der CLP-Verordnung veröffentlicht. Das Gesetz tritt am 12. April in Kraft.

Mit der Ergänzung sind Hersteller künftig verpflichtet, den Rezepturidentifikator (UFI: Unique Formula Identifier) auf dem Produktetikett anzugeben. Dieser Identifikator ist ein alphanumerischer Code, der alle Produkte eindeutig identifiziert. Das ist besonders wichtig für die verantwortlichen Ärzte in Notfallzentren, denn diese müssen im Notfall rasch erfahren, welche Stoffe in einem Gemisch vorhanden sind, um die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

Die Verordnung gilt ab dem 1. Januar 2020 zunächst für gefährliche Gemische, die an Verbraucher abgegeben werden; ab dem 1. Januar 2021 dann auch für gewerblich genutzte gefährliche Gemische und ab 1. Januar 2024 schließlich zusätzlich für gefährliche Gemische, die industriell eingesetzt werden.

Artikel 45 der CLP-Verordnung schreibt Herstellern, Markteinführern und Vertreibern gefährlicher Gemische vor, deren Inhaltsstoffe den dafür zuständigen nationalen Behörden zu melden. Diese wiederum machen die Daten den jeweiligen Giftinformationszentren verfügbar. Bislang läuft das Meldeprozedere allerdings in jedem Land anders. Die Angabe des Rezepturindentifikators auf dem Etikett ist ein erster Schritt in Richtung einer länderübergreifend einheitlichen Lösung. Ausführlichere Informationen zum Thema lesen Sie auch in unserem Blogbeitrag „Giftinformationszentren: EU harmonisiert Produktmeldungen und Übertragungsformate“.

Gemeinsam mit unseren Partnern, dem Giftinformationszentrum Nord und dem US-amerikanischen Dienstleiter Chemtrec, bieten wir einen Notrufnummernservice an. Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang auch auf unser Seminar „Artikel 45 Meldungen in der EU“ am 26. April. Bei Fragen sprechen Sie uns bitte gerne an unter sds@kft.de.

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