Südkorea: Stoffvorregistrierung vom 1. Januar – 30. Juni 2019

Seit Anfang des Jahres ist die Vorregistrierung von Stoffen gemäß dem ergänzten südkoreanischen Chemikaliengesetz (K-REACH) möglich. Demnach sind Hersteller und Importeure dazu verpflichtet, Stoffe bis zum 30. Juni vorregristrieren zu lassen. Und zwar wenn sie von diesem Stoff zwischen 2016 und 2018 mindestens eine Tonne pro Jahr hergestellt oder importiert haben.

Nach Abschluss dieser Vorregistrierung gelten für die Unternehmen folgende Registrierungsfristen in Abhängigkeit der Tonnagebänder:

  •  Bis 31. Dezember 2021 für KMR-Stoffe (kanzerogen, mutagen, reproduktionstoxisch) > 1 Tonne/Jahr oder für Stoffe > 1.000 Tonnen/Jahr
  • Bis 31. Dezember 2024 für Stoffe > 100 Tonnen/Jahr
  • Bis 31. Dezember 2027 für Stoffe > 10 Tonnen/Jahr
  • Bis 31. Dezember 2030 für Stoffe > 1 Tonne/Jahr

Eine rechtzeitige Vorregistrierung ist für die betroffenen Unternehmen unbedingt nötig. Ansonsten dürfen sie nach dem 1. Juli 2019 diese Stoffe weder herstellen noch importieren und exportieren. Bei einem Verstoß drohen empfindliche Strafen. Je nach Schwere des Vergehens sind Freiheitsstrafen bis zu 5 Jahre fällig oder Geldstrafen bis zu 80 Mio. Euro (100.000.000 won).

Im Zuge der Vorregistrierung sind der Name des Stoffs, deren Identität (CAS-Nummer) sowie das gewünschte Tonnageband erforderlich.

Wir arbeiten seit Jahren mit Partnern in Südkorea zusammen. Wir kümmern uns um Vorregistrierung und Registrierung der betreffenden Stoffe und erhalten die Verkehrsfähigkeit Ihrer Stoffe. Führen Sie also Stoffe nach Südkorea ein, wenden Sie sich gerne an uns unter reach@kft.de.

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EU plant neue Durchführungsverordnungen

Die EU-Kommission hat eine Durchführungsverordnung für die Stoffregistrierung auf den Weg gebracht. Ein Entwurf hierfür liegt bereits vor. Über die finale Fassung wird derzeit intern abgestimmt. Nicht ganz so weit ist eine weitere Durchführungsverordnung, mit der die EU die bislang schleppende Aktualisierung von Registrierungsdossiers vorantreiben will. Das berichtet die britische Informationsplattform ChemicalWatch.     

Mit den Durchführungsverordnungen will die EU Unternehmen eine bessere Orientierung bieten. Unter anderem sollen folgende Punkte klarer geregelt werden:

  • wie die Tonnage von zu registrierenden Stoffen zu berechnen ist 
  • in welchen Fällen reduzierte REACH-Registrierungsanforderungen gelten 
  • welche Pflichten Registranten haben, wenn es um die gemeinsame Aktualisierung der Dossiers geht   

Da Artikel 22 der REACH-Verordnung zu viel Interpretationsspielraum lässt, sieht sich die EU zum Handeln gezwungen. Eine diesbezügliche Durchführungsverordnung fordern beispielsweise die drei EU-Mitgliedstaaten Frankreich, Niederlande und Ungarn sowie Norwegen schon seit längerem. Lesen Sie hierzu unsere Blogmeldung vom September. Die Verordnung soll klar vorgeben, unter welchen Umständen und in welchem zeitlichen Rahmen Dossiers zu aktualisieren sind.    

 In einem Statement stellte Cefic (s. Folie 9 des Foliensatzes) klar, dass im Einzelfall entschieden werden müsse, ob eine Aktualisierung gemäß Artikel 22 erforderlich ist oder nicht. Die Notwendigkeit eines Durchführungsgesetzes sieht die Industrie nicht. 

Benötigen Sie Unterstützung bei der Registrierung eines Stoffes? Melden Sie sich gerne unter reach@kft.de.

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Stoffkonzentrationen in Windeln überschreiten Grenzwerte

Die französische Lebensmittelbehörde (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail, ANSES) hat im Zeitraum von 2016 bis 2018 Einwegwindeln untersucht und dabei eine Reihe gefährlicher Stoffe gefunden – und zwar in Konzentrationen, die für die Gesundheit von Säuglingen bedenklich sein könnten. Das geht aus einem von der Behörde im Januar 2019 veröffentlichten Bericht (nur in französisch) hervor.

Die Konzentrationen folgender Stoffe werteten die Autoren als kritisch:

  • 2-(4-tert-Butylbenzyl)propionaldehyd (Lilial®); Maiglöckchen-Duftstoff
  • 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexan-Carboxaldehyd (Lyral®); Duftstoff-Typ IV-Kontaktallergen
  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs)
  • polychlorierte Biphenyle (PCB)
  • dioxinähnlich wirkende PCB (dl-PCB)
  • Dioxine
  • Furane

Manche der Stoffe (DL-PCBs, Dioxine und Furane, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) entstehen während des Herstellungsverfahrens; andere gelangen durch kontaminierte Rohstoffe ins Produkt. Die Duftstoffe werden den Windeln allerdings bewusst zugemischt. Daher appellieren die Autoren an die Hersteller, auf den Einsatz von Duftstoffen mit hautsensibilisierender Wirkung zu verzichten, die Qualität der Rohstoffe durch bessere Kontrollen sicherzustellen und die Herstellungsverfahren für Windeln zu verbessern. Lesen Sie dazu auch die ANSES-Pressemeldung.

Der europäische Vliesstoffverband Edana reagierte auf die Publikation von ANSES und versicherte in einem Statement, dass die 21 Milliarden Windeln, die jährlich auf dem EU-Markt landen, jederzeit sicher zu verwenden seien.

Wir unterstützen Sie dabei, die rechtliche Compliance Ihrer Produkte sicherzustellen. Fragen Sie uns unter reach@kft.de.

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Kingfisher verbannt kritische Stoffe aus seinen Produkten

Der britische Baumarktkonzern Kingfisher möchte künftig Phthalate, polyflourierte Kohlenwasserstoffe und halogenierte Flammschutzmittel aus seinen Eigenmarkenprodukten entfernen und durch unkritische Stoffe ersetzen. Bis zum Jahr 2025 – so sieht es der „Sustainable Growth Plan“ vor – sollen diese Stoffe aus der Lieferkette verschwunden sein. Sukzessive sollen die Stoffe dann auch aus den Lieferketten aller Produkte verschwinden. Dies kündigte das Unternehmen in einer Pressemitteilung am 23. Januar an.

Kingfisher hat sich zu diesem Schritt entschieden, da die drei genannten Stoffgruppen erwiesenermaßen schädlich für Umwelt und Gesundheit sind und in vielen Baumarktprodukten wie Farben, Textilien und PVC-Böden verwendet werden. Das Unternehmen betont in der Pressemeldung, dass die Maßnahmen sogar über das geforderte Maß der REACH-Verordnung hinausgehen. Indem sie nicht nur die bereits im Rahmen der REACH-Verordnung regulierten Substanzen PFOA, das halogenierte Flammschutzmittel DecaBDE sowie die Phthalate DEHP und DIBP erfassen, sondern auch andere Substanzen der Gruppe, die noch nicht unter die Bestimmungen der Verordnung fallen; von denen aber auszugehen ist, dass sie ähnlich schädlich wirken.

Kingfisher betreibt mehr als 1.200 Filialen in zehn europäischen Ländern, in Russland sowie in der Türkei. Sie laufen unter den vier Einzelhandelsmarken B&Q, Castorama, Brico Dépôt und Screwfix.

Detaillierte Informationen zu seiner Nachhaltigkeitsstrategie bietet Kingfisher auf der Unternehmenswebsite an.

Produkte sollten sicher sein. Bei Fragen zur Regulatory Chemical Compliance stehen wir Ihnen gerne zur Seite unter reach@kft.de.

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ECHA ergänzt REACH-Kandidatenliste

Die ECHA hat die REACH-Kandidatenliste um sechs besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) erweitert. Die Agentur hat dazu auch eine Pressemitteilung veröffentlicht. Aktuell sind in dem Dokument nun 197 Stoffe gelistet. Bei den Substanzen handelt es sich um

  • 2,2-Bis(4′-hydroxyphenyl)-4-methylpentan – eingestuft als reprotoxisch
  • Benzo[k]fluoranthen – eingestuft als krebserregend, persistent, bioakkumulierbar und toxisch (PBT) sowie als sehr persistent und sehr bioakkumulierbar (vPvB)
  • Fluoranthen – eingestuft als PBT und vPvB
  • Phenanthren – eingestuft als vPvB
  • Pyren – eingestuft als PBT und vPvB
  • 1,7,7,7-Trimethyl-3-(phenylmethylen)bicyclo[2.2.1]heptan-2-on – eingestuft als endokriner Disruptor

Bis auf Pyren sind all diese Stoffe noch nicht REACH-registriert.

Was heißt das für Hersteller und/oder Importeure, wenn ein Stoff in die Kandidatenliste aufgenommen wird? Damit verbunden ist zwar keine Zulassungspflicht. Allerdings müssen Lieferanten ihre Abnehmer über die Anwesenheit von SVHCs informieren. Das heißt, sie müssen ihren Kunden ein Sicherheitsdatenblatt aushändigen. Informationspflicht besteht auch bei Gemischen, wenn dieses Gemisch einen Stoff aus der Kandidatenliste in einer Einzelkonzentration von mindestens 0,1 Gewichtsprozent enthält – selbst wenn das Gemisch nach der Richtlinie 1999/45/EG als ungefährlich gilt.

Pflichten ergeben sich für den Lieferanten auch bei Erzeugnissen: Der ECHA müssen sie nach REACH-Verordnung Artikel 7 Absatz 2 mitteilen, wenn im gelieferten Erzeugnis ein besonders besorgniserregender Stoff in einer Konzentration von mehr als 0,1 Massenprozent enthalten ist. Darüber hinaus hat der Lieferant gemäß Artikel 33 REACH-Verordnung seine Abnehmer darüber zu informieren und auf Ersuchen auch die Verbraucher.

Die Kandidatenliste wird regelmäßig aktualisiert. Im vergangenen Jahr wurden der Liste zehn SVHCs hinzugefügt.

Haben Sie mit Produkten zu tun, die SVHC enthalten? Falls Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns jederzeit an unter reach@kft.de.

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Türkei-REACH: Vorregistrierungen verzögern sich

Aufgrund von IT-Problemen verzögern sich die Vorregistrierungen von Stoffen im Rahmen der türkischen REACH-Verordnung (KKDIK). Die Verordnung trat Ende 2017 in Kraft. Der Plan sieht vor, dass bis Ende nächsten Jahres die Vorregistrierungen abgeschlossen sein sollten; im Jahr 2023 müssen alle Stoffe registriert sein.
Das Informationsportal „ChemicalWatch“ zitiert den KKDIK-Ausbildungsleiter des Fachverbands der türkischen chemischen Industrie (Turkish Chemical Manufacturers Association, TKSD) Mustafa Bagan, der durch das ständige Abschalten des IT-Portals von einem ernsthaften Problem spricht. Bis zu einem Jahr könnten sich die Vorregistrierungen dadurch verzögern.

Der Verband der Europäischen Chemischen Industrie hatte bereits im Vorfeld moniert, dass die für die Eingabe der Stoffdaten erforderliche Software des türkischen Ministeriums (KKS) nicht kompatibel mit dem REACH-IT-Tool IUCLID sei. Dadurch stürzt das Programm ständig ab.

Der Zugang zu KKS erfolgt über das Hauptinformationsportal der Regierung, turkiye.gov.tr. Allerdings laufen über dieses Portal Bürgeranfragen zu vielen Themen wie Sozialversicherung, Bildung und Verkehr. Selbst ein kleiner Fehler oder ein Software-Update könne, so Melih Babayigit, Geschäftsführer unseres türkischen Partners CRAD, das IT-Tool KKS lahmlegen. Folgerichtig gebe es bei Neueinträgen, zu denen auch Stoffe über 1 Tonne gehören, bislang erst weniger als 1.500 Vorregistrierungen. Erwartet hatte man laut Babayigit rund 8.000.

Für die Unternehmen ist ein zügiger Abschluss der Vorregistrierungen wichtig. Erst wenn diese vorliegen, können Unternehmensvertreter in den SIEFs (Substance Information Exchange Foren) über den Erwerb der für türkische Registrierungen notwendigen Daten verhandeln.

Sind Sie auf dem türkischen Markt tätig? Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter sds@kft.de.

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Ist die Anwendung von Salicylsäure in Kosmetika sicher? Das sagt die EU

Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (Scientific Committee on Consumer Safety, SCCS) der EU hat eine Stellungnahme zum Thema Salicylsäure in Kosmetika veröffentlicht. Darin schreiben die Verantwortlichen, dass Salicylsäure als Konservierungsmittel bis zu einer Konzentration von 0,5 Prozent sicher zu verwenden ist. Dies gilt nicht für oral anzuwendende Produkte wie Zahncreme und Mundwasser. Ebenso nicht für sprühbare Produkte, die beim Einatmen die Lunge belasten können. Ferner betonen die Autoren im Bericht, dass die Verwendung der Substanz in Produkten wie Körperlotionen, Lidschatten, Mascara, Eyelinern, Lippenstift und Roll-on-Deodorants nur innerhalb der angegebenen Grenzen sicher ist.

Bei Verschlucken ist Salicylsäure schädlich. Wegen seiner reizenden Wirkung sollte die Substanz auch nicht in die Augen oder Schleimhäute geraten und bei überempfindlicher Haut ist eine generelle Benutzung salicylsäurehaltiger Präparate zu vermeiden.

Erst Ende Dezember vergangenen Jahres publizierte eine Gruppe von Wissenschaftlern der Technical University of Denmark eine Studie, nach der Salicylsäure als endokriner Disruptor wirkt.

Salicylsäure ist einer der am häufigsten verwendeten dermatologischen Wirkstoffe in Rezepturen. Im Arzneimittelverzeichnis Gelbe Liste Pharmindex sind insgesamt 79 Präparate mit Salicylsäure aufgeführt.

Sorgen Sie rechtzeitig für die Sicherheit Ihrer Produkte und kontaktieren Sie uns unter cosmetic@kft.de.

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