KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Indien: Expertenkomitee soll Nationalen Aktionsplan erstellen

Das indische Umweltministerium hat im April ein Komitee zusammengestellt, das unter anderem eine Chemikalienverordnung auf den Weg bringen soll. Das 18-Mann starke Expertenteam setzt sich zusammen aus Regierungsbeamten und Vertretern aus Forschung und Industrie. Über die Zusammensetzung des Komitees und deren Aufgaben hat die Regierung ein offizielles Dokument herausgegeben. Bis September sollen sie für die Regierung einen Bericht erstellen, bei dem es vor allem um die folgenden Punkte geht:

  • Die politischen Rahmenbedingungen für eine Chemikalienverordnung festzulegen
  • Eine entsprechende Infrastruktur zu entwickeln, die es erlaubt, Stoffe und ihre Wirkung zu untersuchen.
  • Existierende Verordnungen zu überarbeiten
  • Handlungsempfehlungen zu geben, wie Indien den Verpflichtungen internationaler Verträge wie der Stockholm-Konvention und dem Rotterdamer Übereinkommen über den Handel mit gefährlichen Chemikalien sowie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln nachkommen kann.

Nach Erscheinen des Berichts sollen in einem nächsten Schritt Verantwortlichkeiten festgelegt und ein Zeitplan erstellt werden. Das gesamte Projekt wird von der Weltbank unterstützt.

Bei Fragen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen, die für Indien gelten, kontaktieren Sie uns gerne unter reach@kft.de.

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Australien: Neues Chemikaliengesetz liegt dem Parlament vor

Das neue australische Chemikaliengesetz (Australian Industrial Chemicals Introduction Scheme, AICIS), das aktuell dem Parlament vorliegt, wird das seit 1989 gültige Gesetz ablösen. Parallel dazu hat die zuständige Behörde (NICNAS – National Industrial Chemicals Notification and Assessment Scheme) Anfang Juni die 5. Konsultationspapiere veröffentlicht und bittet um Feedback. Hierbei geht es in erster Linie um die Kategorisierung und Bewertung neuer Industriechemikalien, die bislang nicht im Bestand der Behörde gelistet sind. NICNAS hat hierzu einen Zeitplan (aktualisiert am 24. März) veröffentlicht.

Mit dem neuen Gesetz hofft die Regierung, Risikochemikalien rascher vom Markt zu drängen. Etwa indem sie Anreize setzt für einen vermehrten Einsatz von harmloseren alternativen Stoffen, deren Import deutlich erleichtert werden soll.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Blogbeitrag Australien: Neues Chemikaliengesetz auf der Zielgeraden. Sind Sie auf dem australischen Markt tätig? Sprechen Sie uns gerne an unter reach@kft.de.

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Talkum-Puder: US-Gericht verurteilt Johnson & Johnson

Ein US-Gericht hat der Klage einer 62-jährigen Frau aus Virginia stattgegeben und das amerikanische Unternehmen Johnson & Johnson zu einer Zahlung von 110 Mio. US-Dollar verurteilt. Auch das Lieferunternehmen Imerys Talc North America muss eine Strafe von 104.000 US-Dollar zahlen. Die Frau aus Virginia hatte das Unternehmen verklagt, weil sie an Eierstockkrebs erkrankt war und dies auf ein Körperpuder von Johnson & Johnson zurückführt, das sie seit mehr als 40 Jahren anwendet. Zahlreiche Medien, darunter die BBC, berichteten über den Fall.

Bereits im vergangenen Jahr verlor Johnson & Johnson bei drei Sammelklagen. Allerdings lagen die Summen mit 70, 52 und 55 Mio. US-Dollar deutlich unter dem nun gewährten Schadenersatzbetrag.

Ted Meadows, der Anwalt der Klägerin von der Anwaltskanzlei Beasley Allen, führt in seiner Anklage an, dass Johnson & Johnson den Profit des Unternehmens über den Menschen stelle und wissenschaftlich sowie aufsichtsrechtliche Überprüfungen manipulieren würde. Das Unternehmen müsse endlich die Fachwelt und die Öffentlichkeit korrekt über die Risiken des Produkts informieren.

Johnson & Johnson hingegen hat Widerspruch eingelegt und beharrt auf der Sicherheit seines Produkts. Als Begründung führt das Unternehmen an, dass es bislang keine gesicherten wissenschaftlichen Beweise für die krebserregende Wirkung des Körperpuders gebe. Die Unternehmenssprecherin von Imerys beruft sich auf die Aussagen der unabhängigen Organisationen „US Food and Drug Administration“, „Center for Disease Control“ sowie „The Cosmetic Ingredient Review“, die allesamt das Talkpuder als sicher einstufen.

Tatsächlich gibt es diesbezüglich widersprüchliche Aussagen. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft Talkum als „möglicherweise karzinogen“ ein. Im Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis der ECHA haben nur 34 von 2.564 Unternehmen Talkum in die Kategorie 1A (kanzerogen) aufgenommen.

Haben Sie Fragen zur Verkehrsfähigkeit Ihres Produkts? Sie erreichen uns unter cosmetic@kft.de.

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EU schränkt Verwendung von Amalgam ein

Die EU hat im Mai die Quecksilber-Verordnung veröffentlicht. Nach Artikel 10, Absatz 2 darf Dentalamalgam ab dem 1. Juli 2018 nicht mehr für die zahnärztliche

Behandlung von Milchzähnen, für die Behandlung von Kindern unter 15 Jahren sowie für die Behandlung von Schwangeren oder Stillenden verwendet werden. Der Zahnarzt kann allerdings Ausnahmen machen, etwa wenn er eine Amalgambehandlung bei dem jeweiligen Patienten als zwingend notwendig erachtet. Außerdem dürfen nach Artikel 10, Absatz 1, Zahnärzte ab dem 1. Januar 2019 Dentalamalgam nur noch in vordosierter, verkapselter Form verwenden. Bis 2020 soll ferner geprüft werden, ob Zahnärzte ab 2030 ganz auf Amalgam verzichten können.

Die Verordnung ist Teil eines Pakets, mit der EU-Parlament, die Mitgliedsländer und die EU-Kommission die Minamata-Konvention umsetzen wollen. Deren Ziel ist es, die Nutzung von Quecksilber sukzessive einzudämmen. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Amalgam.

Laut einer Risikobewertung des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaus-Hygiene am Universitätsklinikum Freiburg werden in der EU pro Jahr etwa 70 Tonnen Quecksilber für Amalgam verwendet. Die Autoren der Risikobewertung berufen sich unter anderem auf schwedische Forscher, die von einer Menge zwischen 1.300 und 2.200 Tonnen Quecksilber in den Zähnen von EU-Bürgern ausgehen. In Schweden ist die Verwendung von Amalgam seit 2009 verboten.

Sorgen Sie für die Rechtssicherheit Ihrer Produkte. Wir unterstützen Sie gerne. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf unter reach@kft.de.

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Marktplatz für sichere Chemikalien

Die schwedische Umweltschutzorganisation ChemSec hat die Plattform „Marketplace“ ins Leben gerufen. Dort können Unternehmen schnell und unbürokratisch sichere und umweltfreundliche Alternativen für bislang verwendete Schadstoffe finden. Über die Pläne hatten wir bereits in der Blogmeldung eBay für Chemikalien – So finden Sie sichere Alternativen berichtet.

Hersteller alternativer Substanzen können die Plattform nutzen und dort ihre Produkte unverbindlich bewerben. Zum Nutzen vieler Unternehmen. Denn die meisten kennen zwar die problematischen Stoffe in ihren Produkten, haben dafür aber keine Alternativen. Das sagte die Geschäftsführerin von ChemSec, Anne-Sofie Andersson, in einer Meldung anlässlich des Marketplace-Launch. Tatsächlich schafft ChemSec mit der neuen Seite eine Win-win-Situation. Sowohl Hersteller sicherer Alternativsubstanzen profitieren, indem sie auf sich aufmerksam machen, als auch diejenigen, die auf der Suche nach Alternativen sind. ChemSec bringt beide zusammen.

Chemieunternehmen wie Chemours, Clariant und Valspar nutzen das Portal bereits, indem sie ihre Produkte präsentieren. Chemours stellt beispielsweise Zelan R3 vor, eine Alternative zu teflonhaltigen Produkten. Und Clariant sowie Valspar zeigen, wie sich bromierte Flammschutzmittel und epoxidhaltige Beschichtungen ersetzen lassen.

Wer sich informieren und wissen will, wie man mitmacht, für den gibt es auf der Website eine nützliche Fragen-und-Antwort-Liste. Beispiele, wie Unternehmen profitieren können, werden in der Broschüre „SUBSPORT – the Substitution Support Portal“ vorgestellt.

Sichere Produkte schaffen Vertrauen und sorgen für eine langfristige Kundenbeziehung. Wie das geht? Fragen Sie uns gerne unter reach@kft.de.

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Kanada verlängert Frist für GHS-Umsetzung

Kanada hat die Übergangsfrist für Hersteller und Importeure zur Anpassung an die neuen GHS-Bestimmungen vom 1. Juni dieses Jahres auf den 1. Juni 2018 verlängert. Die Unternehmen haben nun länger Zeit, ihre Sicherheitsdatenblätter und Etiketten den neuen Vorgaben anzupassen. Diese wurden im Jahr 2015 aktualisiert und sind im Workplace Hazardous Materials Information System (WHMIS) festgelegt.

Insgesamt soll die Anpassung an WHMIS 2015 schrittweise vollzogen werden. Nach der neuen Frist für Hersteller und Importeure soll auch den Vertriebspartnern und Zulieferern eine neue Frist eingeräumt werden (statt Juni 2018 nun September 2018).

Das kanadische Gesundheitsministerium Health Canada hat als Unterstützung für die Unternehmen einen technischen Leitfaden herausgebracht. Lesen Sie dazu bitte unsere Blogmeldungen Kanada gibt Leitfaden für GHS-Anforderungen heraus sowie GHS: Kanada gibt technischen Leitfaden Teil II heraus.

Hinweisen möchten wir in diesem Zusammenhang gerne auf unser Seminar „The new Hazard Communication Standard (USA) and Hazardous Products Regulations (Canada) based on GHS” am 14. Juni, bei dem es um die Umsetzung des Globally Harmonized System (GHS) in US- und kanadisches Recht geht.

Sind Sie auf dem kanadischen Markt tätig? Kontaktieren Sie uns gerne unter sds@kft.de.

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CLP: 10. Anpassungsverordnung ist da

Die EU-Kommission hat die Verordnung (EU) 2017/776 vom 4. Mai 2017 veröffentlicht. Experten sprechen in diesem Zusammenhang auch von Anpassungsverordnungen (ATPs – Adaption to Technical and Scientific Progress). Die CLP-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 – CLP-Verordnung) wird damit zum zehnten Mal an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt angepasst.  Das neue Gesetz ist am 25. Mai in Kraft getreten und gilt ab dem 1. Dezember 2018.

Dabei geht es um die Einführung verbindlicher Schätzwerte akute Toxizität (ATE – Acute Toxicity Estimates) für einzelne Stoffe, wodurch eine harmonisierte Einstufung von Gemischen gefördert wird. Außerdem wurden in Anhang VI die Einstufungen für 37 Stoffe überarbeitet und neu aufgenommen.

Bereits seit dem 1. Dezember 2010 sind Stoffe und seit Juni dieses Jahres auch alle Gemische innerhalb der EU nach den Vorgaben der CLP-Verordnung einzustufen, zu kennzeichnen und zu verpacken. Lesen Sie dazu auch unsere Blogbeiträge CLP: 10. Anpassungsverordnung kommt sowie unseren Beitrag CLP: Übergangsfrist für gefährliche Gemische läuft im Juni ab.

Sollten Sie zum Thema CLP-Verordnung und was dabei zu beachten ist Fragen haben, richten Sie diese bitte gerne an clp-info@kft.de.

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