Wir sind zurück!

Die KFT Academy meldet sich wieder aus der Sommerpause zurück.

Auch im kommenden Halbjahr bieten wir eine ganze Reihe von Seminaren für Sie an. Außerdem verstärken wir unser Team mit drei neuen Referenten/innen.

Wir starten am 24. September mit dem zweitägigen Seminar „Fachkunde/Sachkunde zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern“ und zusätzlichem Übungstag. Wenn Sie sich mit dem Erstellen, Aktualisieren oder Prüfen von Sicherheitsdatenblättern befassen, dann könnte diese Schulung für Sie interessant sein.

Hier können Sie sich informieren und anmelden:

https://de.kft.de/produkt/fachkunde-sachkunde-zur-erstellung-von-sicherheitsdatenblaettern/

Weiterhin greifen wir das Thema „Wasch- und Reinigungsmittelrecht: EU und darüber hinaus“ wieder auf. Dieses, sowie weitere Themen aus den Bereichen Gefahrstoffe, Biozide und REACH finden Sie auf unserer neuen Website.

Haben wir Sie neugierig gemacht? Schauen Sie sich doch gleich einmal unser Seminarangebot an:

https://de.kft.de/kft-academy/seminare/

Wenn Sie rechtzeitig einen Platz buchen sparen Sie 10 % mit unserem Frühbucher-Rabatt.

Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie uns telefonisch unter der 06155/8981 527 oder senden Sie uns eine E-Mail an academy@kft.de.  

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr KFT Academy-Team

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REACH-Kandidatenliste um vier Stoffe erweitert

Echa hat vier neue besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) in die REACH-Kandidatenliste aufgenommen und dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht. Insgesamt enthält die Liste nun 201 Stoffe.

Bei den neu gelisteten Stoffen handelt es sich um:  

  • Tris(4-Nonylphenyl, verzweigt und linear) Phosphit (TNPP) mit ≥ 0,1% Gew./Gew. 4-Nonylphenol, verzweigt und linear (4-NP) – eingestuft als endokriner Disruptor 
  • 2,3,3,3,3-Tetrafluor-2-(heptafluorpropoxy)propionsäure, ihre Salze und Acylhalogenide (inklusive aller möglichen Isomere und Kombinationen) – eingestuft aufgrund wahrscheinlich schwerwiegender und ebenso besorgniserregender Wirkungen auf die menschliche Gesundheit und/oder auf die Umwelt   
  • 4-tert.-Butylphenol – eingestuft als endokriner Disruptor 
  • 2-Methoxyethylacetat – eingestuft als Reprotoxikant 

Für die Hersteller und/oder Importeure, die mit diesen SVHCs zu tun haben, ergeben sich damit zwar nicht automatisch Zulassungspflichten. Allerdings müssen Lieferanten ihre Abnehmer über die Anwesenheit dieser Stoffe informieren, indem sie ihnen Sicherheitsdatenblätter aushändigen. Informationspflichtig sind sie auch bei Gemischen, wenn dieses Gemisch einen Stoff aus der Kandidatenliste in einer Einzelkonzentration von mindestens 0,1 Gewichtsprozent enthält – selbst wenn das Gemisch nach Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 als ungefährlich gilt. 

Und wenn Erzeugnisse SVHCs in einer Konzentration von mehr als 0,1 Massenprozent enthalten, müssen Lieferanten dies der ECHA melden. Dies schreibt REACH-Verordnung Artikel 7 Absatz 2 vor. Verpflichtungen ergeben sich für den Lieferanten auch gemäß Artikel 33 der REACH-Verordnung. Er muss nämlich seine Abnehmer darüber informieren und auf Ersuchen ebenso die Verbraucher.

Die Kandidatenliste wird regelmäßig aktualisiert. Erst im Januar 2019 wurden sechs neue SVHCs ergänzt.

Haben Sie mit Produkten zu tun, die SVHC enthalten? Falls Sie dazu Fragen haben, sprechen Sie uns jederzeit an unter reach@kft.de. 

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Beliebter Duftstoff ab Ende August in der EU verboten

Seit dem 23. August 2019 dürfen Lyral-haltige Kosmetika nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Dies schreibt die EU-Verordnung 2017/1410 der Kommission vom 2. August 2017 vor. Artikel 2 der Verordnung verbietet außerdem, dass ab dem 23. August 2021 Kosmetika, die besagten Duftstoff enthalten, auf dem Unionsmarkt nicht mehr bereitgestellt werden dürfen.

Der Wissenschaftliche Ausschuss „Verbrauchersicherheit“ (SCCS) kam in seiner Stellungnahme vom 26./27. Juni 2012 (2) zu dem Schluss, dass die beiden Duftstoffe 3- und 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexen-1-carbaldehyd (HICC, Lyral) sowie 3-Chloro-2,6-dihydroxy-4-methyl-benzaldehyd (Chloratranol) ein potenzielles Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen und daher verboten werden sollten. Beide Duftstoffe – Lyral kommt in Maiglöckchen vor – seien verantwortlich für die meisten Kontaktallergien.

Bereits Anfang des Jahres wiesen Wissenschaftler der französischen Lebensmittelbehörde (Agence nationale de sécurité sanitaire de l’alimentation, de l’environnement et du travail, ANSES) kritische Lyral-Konzentrationen in Einwegwindeln nach.

Auch der Kosmetik-Ausschuss (Asean Cosmetics Committee, ACC) des Verbandes Südostasiatischer Nationen, kurz ASEAN (engl.: Association of Southeast Asian Nations), hat Lyral für die Verwendung in Kosmetika verboten.

Bei Fragen rund um die rechtliche Sicherheit Ihrer kosmetischen Produkte sind wir unter cosmetic@kft.de für Sie da.

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Türkei: Fast 48.000 Vorregistrierungen – Entwicklung des neuen IT-Tools läuft

Laut dem türkischen Ministerium für Umwelt und Urbanisierung (MoEU) sind aktuell rund 48.000 Vorrregistrierungen für Stoffe eingereicht worden. Allerdings monierten Unternehmen in den vergangenen Monaten immer wieder Probleme mit der Software des türkischen Ministeriums (KKS). Sie sei nicht kompatibel mit dem REACH-IT-Tool IUCLID. 

Das Ministerium möchte nun die Aktualisierung der Software vorantreiben und dem in der EU verwendeten IT-Tool IUCLID 6 zügig angleichen. Dafür hat das Ministerium vor kurzem 1,6 Millionen Euro von der EU erhalten. Nach Angaben des Ministeriums laufe derzeit noch ein Ausschreibungsverfahren für das Projekt, das auf zwei Jahre angelegt ist. Sechs Konsortien seien in der engeren Auswahl. 

Die KKDIK-Verordnung verpflichtet Unternehmen, Stoffe bis Ende 2020 vorzuregistrieren. Die Registrierungsphase soll bis 2023 laufen. 

Wir unterstützen seit vielen Jahren Unternehmen, die auf dem türkischen Markt tätig sind. Richten Sie bitte Ihre Fragen an sds@kft.de. 

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EU verbannt Blei aus PVC-Produkten

Die EU möchte Anhang XVII der REACH-Verordnung ergänzen und hat dazu einen Gesetzesentwurf veröffentlicht. Mit dem Gesetz verbietet die EU die Verwendung von Blei und Bleiverbindungen zur Herstellung von PVC-Erzeugnissen. Außerdem dürfen PVC-Erzeugnisse nicht mehr auf den Markt gebracht werden, wenn die Blei-Konzentration 0,1 Gew.-% des PVC-Materials entspricht oder größer ist. Ausnahmeregelungen gelten für Hart- und Weich-PVC-Recyclingmaterial sowie für PVC-Kieselsäure-Separatoren in Bleibatterien.

Im Anhang XVII der REACH-Verordnung sind Stoffe oder Stoffgruppen gelistet, die wegen ihrer Gesundheits- und Umweltrisiken nicht oder nur eingeschränkt hergestellt, in Verkehr gebracht oder verwendet werden dürfen. Das Bleiverbot ist in der Liste des Anhangs Eintrag Nummer 63. Mit dem Verbot folgt die EU der Empfehlung der beiden Ausschüsse (Ausschüsse für Risikobewertung, Committee for Risk Assessment, RAC und sozioökonomische Analyse, Committee for Socio-Economic Analysis, SEAC).

Bleiverbindungen werden bei der PVC-Herstellung als Stabilisatoren zugesetzt, weil sie das Produkt vor einer Fotodegradierung schützen. Die EU-Industrie verzichtet seit 2015 freiwillig auf die Verwendung von Bleistabilisatoren.  

Wir unterstützen Sie dabei, die rechtliche Compliance Ihrer Produkte sicherzustellen. Fragen Sie uns unter reach@kft.de. 

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Aktualisierung von Registrierungsdossiers: Neue Durchführungs-Verordnung legt verbindliche Fristen fest

Auf der CARACAL-Sitzung Anfang Juli in Brüssel haben die Teilnehmer einen Entwurf für eine Durchführungs-Verordnung bezüglich Artikel 22, REACH-Verordnung vorgelegt. Der Artikel regelt die Aktualisierung von Registrierungsdossiers. Danach muss der Registrant unverzüglich und aus eigener Initiative seine Registrierung aktualisieren und dies der ECHA melden, wenn er bezüglich des Stoffs neue Erkenntnisse hat, etwa wenn sich seine Zusammensetzung ändert oder die Risiken, die vom Stoff ausgehen, anders zu bewerten sind. In welchen Fällen das Dossier konkret aktualisiert werden muss, beschreibt die REACH-Verordnung in Artikel 1, Punkte a-i.

Regelmäßige Überprüfungen in der Vergangenheit haben jedoch gezeigt, dass viele Dossiers veraltet und häufig auch fehlerhaft sind. Einzelne EU-Länder und Branchenverbände fordern deshalb schon seit längerem eine EU-Durchführungs-Verordnung, die bezüglich der Aktualisierungspflicht konkrete Vorgaben macht. Der Begriff „unverzüglich“ lasse, so der Vorwurf, zu viel Interpretationsspielraum.

Auf ihrem Treffen in Brüssel haben die Teilnehmer den Registranten nun konkrete Fristen für eine Aktualisierung gesetzt. Die Fristen sind von Fall zu Fall (Änderung Status/Identität, Stoffzusammensetzung, Stoffmenge, Risiken, etc.) unterschiedlich und reichen von einem bis zu sechs Monaten.
Ein weiterer Punkt betrifft die Aktualisierung von Stoffsicherheitsbewertung und Stoffsicherheitsbericht. Sind aufgrund einer Änderung beide auf den neuesten Stand zu bringen, muss der Registrant nur eine kombinierte Aktualisierung einreichen – und zwar innerhalb von sechs Monaten.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Registrierung eines Stoffes? Kontaktieren Sie uns gerne unter reach@kft.de.

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Thailand: Neues Chemikaliengesetz nimmt Formen an

Thailand hat den ersten Entwurf eines Chemikaliengesetzes veröffentlicht. Mit dem neuen System zur Registrierung und Klassifizierung von Stoffen setzt das Land künftig auf einen Ansatz nach dem Vorsorge-Prinzip.

Mit dem neuen Gesetz werden auch die Organe und Ausschüsse neu definiert, die das Chemikalienmanagement überwachen sollen. So wird es einen nationalen Ausschuss geben, der vom Premierminister oder dessen Stellvertreter geleitet wird; er soll mindestens einmal jährlich einen nationalen Bericht erstellen. Ein weiterer Ausschuss (Chemiekalienbewertungsausschuss) bewertet die Stoffe und teilt sie in Kategorien ein. Zudem werden Fachkomitees für das Chemikalienmanagement in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheitswesen, Industrie und andere Chemikalien eingerichtet.

Das Gesetz sieht ferner die Schaffung einer nationalen Chemikalienagentur vor. Sie soll die Ausschüsse unterstützen und ein Informationszentrum für Chemikalien einrichten mit dem Ziel, Informationen über Stoffe und deren sichere Handhabung und Entsorgung zu sammeln.

Nach dem neuen Entwurf werden die Stoffe nach drei Kategorien eingeteilt:

  • Liste 1: Stoffe mit geringem Risiko: Unternehmen müssen die Kriterien für Import/Export, Produktion, Transport/Lagerung und Entsorgung/Recycling erfüllen.
  • Liste 2: Stoffe mit hohem Risiko: Für deren Verwendung benötigen Unternehmen eine Lizenz, die sechs Jahre lang gültig ist.
  • Liste 3: verbotene Stoffe: Jegliche Verwendung – Ausnahmen sind Verwendungen in Forschung und Entwicklung – ist verboten; hierunter fallen auch Stoffe, die produktionsbedingt in geringen Mengen vorkommen.

Für die Einstufung ist der Chemikalienbewertungsausschuss zuständig. Allerdings nennt der Entwurf keine Kriterien, nach denen die Einteilung erfolgen soll. Das neue Einstufungssystem soll das alte System ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesetzes ablösen. Wann das Gesetz jedoch in Kraft tritt, ist noch offen.

Aktuell existiert in Thailand ein vorläufiges Chemikalieninventar. Ein abschließendes Inventar wird für 2020 erwartet. Stoffe, die nicht im Inventar aufgeführt sind, müssen Unternehmen künftig bewerten lassen, bevor sie diese auf den Markt bringen. Allerdings sind viele Punkte noch offen, etwa Details zum Registrierungsprozess für neue Stoffe und wie mit vertraulichen Geschäftsinformationen (CBI) umzugehen ist.

Erst im April dieses Jahres wurde Thailands Hazardous Substance Act (in Thai), das bereits seit 1992 den Umgang mit chemischen Stoffen regelt, überarbeitet. Dabei ging es um die Vereinfachung von grenzüberschreitenden Transporten.

Das aktuell gültige HSA unterscheidet vier Kategorien, in die Industriechemikalien einzuteilen sind:

  • Typ 1: Harmlose Stoffe. Für die Produktion sowie den Im- und Export dieser Stoffe sind keine Lizenzen, Zulassungsbescheinigungen oder behördliche Meldungen erforderlich.
  • Typ 2: Stoffe, von denen ein geringes Maß an Gefährdung ausgeht. Unternehmen müssen die Produktion sowie den Im- und Export dieser Stoffe den Behörden melden. Sie müssen spezifische Kriterien erfüllen und eine Zulassungbescheinigung vorweisen.
  • Typ 3: Stoffe mit erhöhtem Gefährdungspotenzial. Unternehmen benötigen für die Produktion sowie den Im- und Export dieser Stoffe eine Genehmigung und eine Zulassungsbescheinigung.
  • Typ 4: Für Mensch und Umwelt gefährliche Stoffe, deren Produktion, Im- und Export verboten sind.

Wollen Sie sich rechtlich absichern? Sprechen Sie uns jederzeit an unter reach@kft.de.

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