KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Europäisches Parlament stimmt für Verbot von Mikroplastik

Eine überwältigende Mehrheit von 597 zu 15 Stimmen im Europäischen Parlament ist für ein Verbot von Mikroplastik bis 2020. Das Verbot bezieht sich im Besonderen auf Mikroplastikpartikel, die Körperpflegeprodukten, Wasch- und Reinigungsmitteln absichtlich zugesetzt werden, um den Reinigungseffekt zu verstärken. Der Belgier Mark Demesmaeker, Mitglied des Europaparlaments und zuständig für die EU-Strategie bezüglich Plastik, sagte in einer Meldung des EU-Parlaments, es sei höchste Zeit zu handeln.

Bereits im Januar hatte die EU-Kommission die ECHA beauftragt, ein REACH Annex XV Beschränkungsdossier für Mikroplastik zu erstellen – und zwar für Verbraucherprodukte als auch für gewerblich genutzte Produkte.

Ferner erwägt die Kommission, Einwegprodukte aus Kunststoff, etwa Partybesteck, -teller und Ballonstifte zu verbieten und Unternehmen, die Waren verpacken, an den Recyclingkosten für Altkunststoffe zu beteiligen. Darüber soll im Oktober im Parlament abgestimmt werden.

Haben Sie Fragen zur Plastikproblematik oder zur Sicherheit ihrer Produkte? Sprechen Sie uns an unter cosmetic@kft.de.

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ECHA will Anhang XIV der REACH-VO um 18 Stoffe ergänzen

Die ECHA schlägt vor, 18 Substanzen – meist Chemikalien, die als Stabilisatoren und Lösungsmittel verwendet werden – in Anhang XIV (Zulassungsliste) der REACH-Verordnung aufzunehmen. Kommentare dazu können im Rahmen der öffentlichen Konsultation bis 5. Dezember abgegeben werden. Die Agentur wählte diese Stoffkandidaten aufgrund von Informationen in Registrierungsdossiers über die Verwendung und eingesetzte Menge der Stoffe gezielt aus. Dabei handelt es sich um folgende Stoffe mit fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften (inklusive Beispiele für ihre Verwendung).

  • Bisphenol A: wirkt als endokriner Disruptor; wird in Epoxidharzhärtern verwendet
  • 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia4-stannatetradecanoat (DOTE):   Stabilisator in Polymeren
  • Reaktionsmasse aus 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4,4-dioctyl-7-oxo8-oxa-3,5-dithia-4-stannatetradecanoat und 2-Ethylhexyl-10-ethyl-4-[[2-[(2-ethylhexyl)oxy]-2-oxoethyl]thio]-4- octyl-7-oxo-8-oxa-3,5-dithia-4-stannatradecanoat (Reaktionsmasse von DOTE und MOTE): Stabilisator in Polymeren
  • Dioxobis(stearato)triblei: PVC-Stabilisator
  • Bleisalze der Fettsäuren C16-18: PVC-Stabilisator
  • Tribleidioxidphosphonat: PVC-Stabilisator, Kautschukherstellung, Spiegelrückseite
  • Bleisulfit: PVC-Stabilisator; Spiegelrückseite
  • [Phthalato(2-)]dioxotriblei: PVC-Stabilisator
  • Triblei-bis(carbonat)dihydroxid: Künstlerfarbe
  • Bleioxid-Sulfat: Spiegelrückseite
  • Tetraethylblei: Zusatzstoff in Flugkraftstoff
  • 2-Methoxyethanol: Lösungsmittel
  • 2-Ethoxyethanol: Lösungsmittel

Zwei der Substanzen, die Carbonsäure-Anhydride HHPA und MHHPA, reizen die Atemwege. Sie werden in Epoxidharzhärtern eingesetzt.

Mit unter den von der ECHA ausgewählten Stoffen ist auch Dechloran, eine als sehr persistent und sehr bio-akkumulativ (vPvB) eingestufte Chemikalie, die als Flammschutzmittel in Klebstoffen und Polymeren verwendet wird. Außerdem die Reaktionsprodukte von 1,3,4-Thiadiazolidin-2,5-dithion, Formaldehyd und 4-Heptylphenol, verzweigt und linear (RP-HP) mit ≥,1% Gew./Gew. 4-Heptylphenol, verzweigt und linear (4-Hbl). Sie werden in Schmierstoffen und Fetten eingesetzt, sind aber hormonaktiv.

Ferner möchte die ECHA eine Zulassungspflicht für 4,4′-Bis(dimethylamino)-4“-(methylamino)tritylalkohol mit ≥ 0,1% des Michler-Ketons (EG-Nr. 202-027-5) oder der Michler-Basis (EG-Nr. 202-959-2) erreichen. Beide sind in Druckfarben enthalten, aufgrund ihrer krebserregenden Eigenschaften aber umstritten.

Die Agentur bittet nun im Rahmen der Konsultation um weitere Informationen über die Verwendung der Stoffe sowie über die Gestalt und Komplexität der Lieferketten.

Nach Ablauf der Frist am 5. Dezember wird der Ausschuss der Mitgliedstaaten (ECHA’s Member State Committee, MSC) alle Stellungnahmen prüfen und einen Empfehlungsentwurf vorbereiten. Auf der Grundlage dieses Entwurfs übermittelt die ECHA der EU-Kommission ihre finale Empfehlung. Das letzte Wort hat die EU. Sie entscheidet schließlich, welche der Stoffe in die Zulassungsliste aufgenommen werden sollen und unter welchen Bedingungen.

Richten Sie Ihre Fragen gerne an uns unter reach@kft.de.

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REACH-Dossier-Aktualisierung: EU-Staaten schlagen Durchführungsverordnung vor

Die drei EU-Mitgliedstaaten Frankreich, Niederlande und Ungarn sowie Norwegen setzen sich für obligatorische regelmäßige Updates der REACH-Registrierungsdossiers ein und machen sich für eine Durchführungsverordnung stark. Ihre Position formulierten sie in gesonderten Papieren, die sie im Anschluss an eine Diskussion über fünf der 16 REACH-Review-Maßnahmen auf der Caracal-Sitzung im Juni einreichten. Ihr Argument: Mit der Maßnahme würden keine neuen Verpflichtungen festgelegt, sondern lediglich bestehende geklärt. Im Kern geht es darum, die in Artikel 22 genannten Bedingungen klarzustellen.

Dort heißt es, der Registrant sei nach der Registrierung dafür verantwortlich, diese „aus eigener Initiative“ und „unverzüglich“ anhand der einschlägigen neuen Informationen zu aktualisieren und diese der Agentur zu übermitteln. Allerdings lässt der Wortlaut offensichtlich Spielraum für Interpretationen zu, sodass viele Unternehmen einer Aktualisierung erst nach ausdrücklicher Aufforderung der ECHA nachkommen.

Mit einem Durchführungsgesetz, so das Argument der Franzosen, seien Unternehmen gezwungen, ihre Registrierungen von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Eine regelmäßige Überprüfung sollten Unternehmen in IUCLID aber auch in solchen Fällen dokumentieren können, die keine Aktualisierung des Dossiers erfordern. Ebenso wie Frankreich halten auch die anderen drei Staaten eine Durchführungsverordnung für die pragmatischste Lösung.

Mit ihrem Anliegen sind die vier Länder jedoch nicht allein. So wollen auch die beiden Branchenverbände, die Downstream Users of Chemicals Coordination Group (Ducc) und Eurometaux, verbindlichere Vorgaben nach Artikel 22. Eurometaux beispielsweise fordert einen „klaren und systematischen Prozess“ für die Aktualisierung der Dossiers. Dazu bringt Eurometaux eine Checkliste ins Spiel, die Unternehmen in Konsortien Orientierung bieten soll bei der Frage, in welchen Fällen eine Datenaktualisierung notwendig ist. Beispiele für Checkpunkte wären etwa:

  •  Stoffidentitätsprofile (bei neuen Registranten);
  •  Gefahrenprofile/Einstufungen für Mensch und Umwelt; und
  • neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die zu Änderungen bei der Einstufung, in Sicherheitsdatenblättern, im Stoffsicherheitsbericht, etc führen.

Auch Echa-Chef Bjorn Hansen hat Artikel 22 als die Schwachstelle erkannt. In seiner Rede auf der REACH-Review-Konferenz im Juni räumte er ein, dass REACH im Hinblick auf die Aktualisierung der Dossiers nicht zwingend genug ist. Bereits in einem von der Agentur in Auftrag gegebenen und im September 2017 veröffentlichten Bericht heißt es: Neue Regulierungsmaßnahmen müssen sicherstellen, dass die Aktualisierungen in festen regelmäßigen Abständen, beispielsweise alle drei Jahre, erfolgen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Registrierung eines Stoffes? Melden Sie sich gerne unter reach@kft.de.

 

 

 

 

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Brexit: VCI mahnt Vorbereitungen für ein Scheitern der Verhandlungen an

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann drängt auf lösungsorientierte Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien und betonte, wie wichtig es ist, das Land auch nach dem Brexit in die EU-Chemikalienbehörde ECHA einzubinden. Ansonsten drohe im Warenaustausch zwischen der EU und Großbritannien Chaos – im schlimmsten Fall sogar völliger Stillstand. „Zollzahlungen und zeitaufwendige Zollprozeduren an der Grenze könnten zahlreiche Lieferketten ebenso zum Erliegen bringen wie plötzlich fehlende Registrierungen oder Zulassungen für chemische Produkte aus Großbritannien. Davon wären auch unsere Kundenbranchen massiv betroffen“, sagte Tillmann in einer im August veröffentlichten Pressemitteilung. Sicherheitshalber sollten die Unternehmen Vorbereitungsmaßnahmen treffen für den Fall eines Brexits ohne Abkommen.

Doch wie Maßnahmen treffen, wenn die Rahmenbedingungen noch nicht einmal annähernd klar sind? Wie die Lösung aussehen könnte, haben die Briten in einem im Juli herausgegebenen White Paper skizziert. Zum Stand der Verhandlungen wird sich der Europäische Rat Mitte Oktober äußern. Doch egal, wie die Verhandlungen am Ende ausgehen. Beide, EU und britische Regierung, bereiten sich bereits seit längerem auf ein Scheitern der Austrittsverhandlungen vor. Ein wichtiger Akteur ist dabei die britische „Health and Safety Exe-cutive, HSE“. Sie könnte nach eigenen Angaben die meisten der derzeit von der Echa wahrgenommenen Aufgaben übernehmen. Dazu gehören Teile der Pflanzenschutzmittelverordnung und REACH sowie auch die nötige IT-Infrastruktur, wie sie für Registrierung und Regulierung von chemischen Substanzen nötig ist. 

Bei Fragen zum Thema Brexit und Folgen sind wir unter reach@kft.de gerne für Sie da.

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Kalifornien dehnt Kennzeichnungspflicht bei Kosmetika aus

Kalifornien hat ein Gesetz (AB 2775) verabschiedet, das von Kosmetikherstellern die lückenlose Nennung von Inhaltsstoffen auf dem Etikett fordert – und zwar bei Kosmetika, die in Manikür-, Friseur- und sonstigen Kosmetik- und Schönheitssalons verwendet werden.

Es tritt am 1. Juli 2020 in Kraft. Das bislang geltende Kosmetik-Gesetz erfasste lediglich im Einzelhandel erhältliche Kosmetika, nicht aber spezielle Kosmetika, die in Salons verwendet werden.

Nach Behördenangaben (State Board of Barbering and Cosmetology) gibt es in Kalifornien mehr als 129.000 lizenzierte Maniküre und mehr als 312.000 Kosmetologen, die für die Nagel- und Haarpflege zugelassen sind. Das Gesetz hilft Salonbesitzern, Produkte sicherer auszuwählen und damit sich selbst und ihre Kunden besser vor schädlichen Wirkungen zu schützen.

Sorgen Sie rechtzeitig für die Sicherheit Ihrer Kosmetika. Gerne unterstützen wir Sie dabei unter cosmetic@kft.de.

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Deutsche App erklärt Verbreitung von per- und polyfluorierten Substanzen (PFCs)

Das Umweltbundesamt stellt eine App (PFC-Planet-App) zur Verfügung, die auf die PFC-Problematik hinweist. Die App erklärt, wie die Substanzen in die Umwelt und Nahrungskette gelangen, welche Konsequenzen das für uns hat und was wir dagegen tun können. Mit Videos, animierten Grafiken und kurzen informativen Texten erhält der Nutzer einen schnellen Überblick und kann mithilfe eines Quiz sein Wissen testen.

Das Praktische an PFC: Sie sind hochgradig hitze-, flecken-, fett- und wasserbeständig und werden deshalb in zahlreichen Produkten eingesetzt, etwa in Textilien, Papier und Löschmitteln. Die Crux: Die Substanzen werden vom menschlichen Organismus über die Nahrung und über die Luft aufgenommen und reichern sich mit der Zeit im Körper an. Sie sind persistent, bioakkumulativ und toxisch. Zu den bekanntesten zählen Perfluoroktansäure (PFOA) und Perfluorotansulfonat (PFOS). PFOA darf beispielsweise ab 4. Juli 2020 in der EU weder hergestellt noch in Verkehr gebracht werden. Mehr Infos zum Thema lesen Sie in unserem Blog.

Bei Fragen zum Thema PFC sind wir gerne für Sie da unter reach@kft.de.

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Kolumbien setzt sechste GHS-Version um

Das Arbeitsministerium Kolumbiens möchte die sechste Version des GHS-Systems (Globally Harmonised System der Vereinten Nationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) verbindlich einführen und hat am 6. August ein entsprechendes Dekret veröffentlicht. Der Schritt erfolgte im Zuge des OECD-Beitritts Kolumbiens.

Dekret 1496 (nur in Spanisch) regelt die Herstellung, die Einfuhr, die Lagerung, den Transport, den Vertrieb, die Vermarktung und die Verwendung von chemischen Stoffen und Gemischen. Gleichzeitig benennt das Dokument die Verantwortlichkeiten der Akteure in der Chemikalienlieferkette.

Im nächsten Schritt wollen die Ministerien für Arbeit, Landwirtschaft, Verkehr und Gesundheit nun die Termine und Übergangsfristen für folgende Bereiche festlegen:

  • chemische Produkte am Arbeitsplatz;
  • landwirtschaftliche Pestizide;
  • Transport von chemischen Produkten und
  • chemische Verbraucherprodukte.

Bereits im November 2017 kündigte Kolumbien an, das GHS-System einführen zu wollen. Ende Mai erfolgte der Beitritt zur OECD. Damit verpflichtete sich das Land, die GHS-Vorgaben umzusetzen.

Anfang dieses Jahres hatten Forscher aus Schweden und den Niederlanden eine Studie zur weltweiten Umsetzung der GHS-Standards durchgeführt und dabei beträchtliche Lücken festgestellt.

Bei Fragen in punkto GHS-Richtlinien sind wir unter sds@kft.de gerne für Sie da.

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