KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Was Sie über die CLP-Verordnung wissen sollten

Der Verband der Chemischen Industrie hat im August eine Broschüre herausgebracht, die aktualisiert und in leicht verständlicher Sprache alle wichtigen Informationen rund um die CLP-Verordnung (CLP-VO: Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) enthält. Unter anderem geht es um die Übernahme des globalen Harmonisierungssystems (Globally Harmonized System, GHS) in die EU-CLP-VO, die Bedeutung des Anhangs VI (Stoffliste), das Einstufungs- und Kennzeichnungsverzeichnis nach Artikel 40 bzw. 41 der CLP-VO sowie die Meldung an die Giftinformationszentren nach Art. 45 der CLP-VO. Des Weiteren beschreiben die Autoren, wie sich neue Einstufungen und Kennzeichnungen auf nachgeschaltete Regelungen auswirken und sie gehen auf die Unterschiede zwischen europäischem und internationalem GHS ein. Nützlich sind auch die vielen Links zu weiterführenden Informationen.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf unseren KFT Kundentag am 15. November mit dem Schwerpunkt „GHS harmonisiert, aber doch immer anders“ hinweisen sowie auf die Seminare „Etikettierung von Gefahrstoffen/-gütern nach Chemikalien- und Transportrecht”
am 13. Oktober, „Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen und Gemischen gemäß CLP-Verordnung” am 9. und 10. November und das Seminar „Artikel 45 Meldungen in der EU” am 17. November.

Sollten Sie über die Broschüre hinaus Anfragen haben, richten Sie diese bitte gerne an clp-info@kft.de.

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Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor belasteten Fischkonserven

In Öl eingelegt Fischkonserven enthalten zum Teil vergleichsweise hohe Gehalte an Cyclo-DiBADGE (CdB), ein unerwünschtes Reaktionsprodukt, das bei der Polymerisierung von BADGE (2,2-Bis(4-hydroxyphenyl)propanbis-(2,3-epoxypropyl)ether, CAS-Nr. 1675-54-3) mit Bisphenol A (BPA) sowie von BPA mit Epichlorhydrin entsteht. Das geht aus einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hervor. Mit den resultierenden Epoxidharzen werden beispielsweise Konservendosen und Tuben beschichtet; das Harz soll den direkten Kontakt von Füllgut mit dem Dosenmetall verhindern.

Schon seit längerem ist bekannt, dass CdB aus dem Epoxidharz in Lebensmittel übertreten kann. Bereits im Jahr 2010 berichtete die BfR-Kommission von Fischkonservenproben mit Gehalten von bis zu 2 mg cyclo-DiBADGE/kg Lebensmittel. Da es bis heute keine experimentellen Daten zur Genotoxizität und zur subchronischen Toxizität gibt, empfiehlt das BfR, diese zeitnah zu ermitteln und die Risikobewertung auf ein solides Fundament zu stellen. Gleichzeitig rät die Behörde von einem „überdurchschnittlich hohen Verzehr“ solcher Konserven ab.

Sorgen Sie für die Sicherheit Ihrer Produkte, indem Sie gesundheitlich bedenkliche Stoffe aus Lebensmitteln fernhalten. Kontaktieren Sie uns gerne in allen Fragen rund um die Regulatory Chemical Compliance unter reach@kft.de.

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Südkorea wird in Kürze Biozid-Verordnung erlassen

Das südkoreanische Umweltministerium (Ministry of Environment, MoE) möchte die Planung der Biozid-Verordnung beschleunigt vorantreiben. Anlass ist der Skandal um ein Desinfektionsmittel für Luftbefeuchter von Reckitt Benckiser, dessen Wirkstoff Polyhexamethylenguanidinhydrochlorid (PHMG) vor einigen Jahren für mehr als 100 Todesfälle und zahlreiche Lungenverletzungen verantwortlich war. Der Fall ist wieder hochgekocht, nachdem sich das Unternehmen erst im Mai offiziell für den Vorfall entschuldigt hatte.

Das geplante Gesetz wird Elemente der europäischen Biozid-Verordnung Nr. 528/2012 enthalten, etwa eine Liste mit zugelassenen Wirkstoffen und Vorgaben, welche Regeln beim Behandeln von Artikeln zu beachten sind.

Laut MoE existiert bereits eine Liste mit 15 Produkten, darunter Lufterfrischer und Deodorants. Derzeit werden Hersteller und Importeure gebeten, Daten über diese Produkte zu liefern, und zwar über sämtliche Inhaltsstoffe, deren Verwendungszweck sowie über mögliche Risiken und Gefahren. Sie sollen außerdem eine Erklärung unterzeichnen, dass sie einverstanden sind, die erhobenen Daten zu veröffentlichen.

Im nächsten Schritt, geplant für 2017, sollen Daten über biozidhaltige Industrieprodukte, Elektrogeräte und Verpackungsmaterialien gesammelt und für eine gesetzliche Regelung vorbereitet werden.

Wir betreuen und beraten Firmen, die Handelsbeziehungen in Asien unterhalten. Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter biocides@kft.de.

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Registrierungsdossiers: ECHA fordert regelmäßige Aktualisierung

In ihrem jüngsten ECHA-Bericht bemängeln die Autoren die schlechte Qualität der Registrierungsdossiers. Nur eines von drei Dokumenten sei auf dem neuesten Stand hinsichtlich Anwendung und Exposition bestimmter Stoffe. Und eine Aktualisierung erfolge meist nur auf Druck der Behörden.

ECHAs stellvertretender Geschäftsführer Jukka Malm plädierte im Gespräch mit dem Online-Portal ChemicalWatch für eine Lösung, die den Unternehmen keine neuen Lasten aufbürdet, sondern eine, die bestehende Gesetze präzisiert.

Tatsächlich ist laut REACH-Verordnung Artikel 22 der Registrant dazu verpflichtet, das Dossier eigenverantwortlich und unverzüglich („without undue delay“) zu aktualisieren, wenn neue Informationen vorliegen und das revidierte Dossier der Agentur zu übermitteln. Besser wäre es hier, anstatt der eher vagen Formulierung eine konkrete Frist zu setzen.

Allerdings appelliert die ECHA auch an die Eigenverantwortung der Unternehmen. Laut Malm sollten sie die Aktualisierungspflicht als Chance und nicht als Bürde sehen. Es habe bereits Fälle gegeben, bei denen ein Stoff in das Verzeichnis der zulassungspflichtigen Stoffe (Anhang XIV der REACH-Verordnung) aufgenommen werden sollte, die ECHA letztlich jedoch davon absah, weil aktuelle Daten inzwischen auf eine eingeschränkte Anwendung hinwiesen.

Benötigen Sie Unterstützung bei der Registrierung eines Stoffes? Kontaktieren Sie uns gerne unter reach@kft.de.

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US-Discounter Walmart verbannt Schadstoffe aus seinen Produkten

Walmart hat eine Liste mit chemischen Stoffen hoher Priorität (high priority chemicals, HPCs) zusammengestellt, die der Discounter aus seinen Produkten verbannen will. Es handelt sich um die Substanzen Toluol, Dibutylphthalat (DBP), Diethylphthalat (DEP), Nonylphenolexthoxylate (NPEs, insgesamt neun CAS-Nummern), Formaldehyd, Butylparaben, Propylparaben und Triclosan; letzteres darf allerdings als Wirkstoff zu therapeutischen Zwecken verwendet werden, wenn es eine FDA-Zulassung hat.

Bei der Stoffauswahl orientierte sich Walmart an behördlichen Gefahrstofflisten, Gebrauchsmengen, an der Belastung der Verbraucher sowie an neuen Verordnungen, die in Kürze bezüglich dieser Stoffe geplant sind.

Walmart startete sein Umweltprogramm bereits vor drei Jahren mit Unterstützung der Umweltorganisation Environmental Defense Fund (EDF). Aus manchen Produkten, darunter Pflegeprodukte, Reinigungs- und Babyartikel, konnte der Discounter den Stoffanteil bereits um 95 Prozent (bezogen auf das Gewicht) reduzieren. „Das sind immerhin 11.500 Tonnen an Chemikalien, die Walmart in weniger als zwei Jahren aus dem Verkehr gezogen hat“, sagt Michelle Mauthe Harvey von EDF. Ziel ist es, die genannten Stoffe ganz aus den Produkten fernzuhalten. Betroffen sind rund 90.000 Produkte von 700 Lieferanten.

Gerade Produkte, die mit der Haut in Berührung kommen, sollten sicher sein. Wer Risikostoffe in seinen Produkten rechtzeitig ersetzt, hat langfristig Wettbewerbsvorteile. Zu Fragen der Regulatory Chemical Compliance stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort unter cosmetic@kft.de.

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Singapur veröffentlicht RoHS-Verordnung

Singapurs Ministerium für Umwelt und Wasserreserven (Ministry of the Environment and Water Resources, MEWR) hat eine RoHS-Verordnung erlassen, die am 1. Juni 2017 in Kraft treten wird. Ähnlich wie die europäische Richtlinie schränkt auch diese Verordnung die Verwendung von Cadmium, Blei, Quecksilber und deren Verbindungen, sowie die Verwendung von sechswertigem Chrom, polybromierten Biphenylen und polybromierten Diphenylethern ein.

Anders als die europäische ist Singapurs Verordnung auf weniger Produkte anzuwenden. Sie gilt für Handys, Laptops, Kühlschränke, Klimaanlagen, Fernseher mit Flachbildschirmen und Waschmaschinen; nicht von der Verordnung betroffen sind Batterien und Akkus sowie industriell genutzte Produkte.

Falls Ihr Unternehmen die besagten Produkte herstellt oder vertreibt und Handelsbeziehungen zu Firmen in Singapur unterhält, wenden Sie sich gerne an uns unter reach@kft.de.

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Türkei: REACH-Verordnung kommt Ende des Jahres

Das türkische Ministerium für Umwelt und Städtebau (Ministry of Environment and Urbanisation, MoEU) plant, Ende des Jahres KKDIK (steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe in türkischer Sprache), eine Chemikalien-Verordnung nach dem Vorbild von REACH zu veröffentlichen.

Laut diesem Gesetz müssen Hersteller und Importeure, die chemische Stoffe in einer Menge von einer Tonne oder mehr pro Jahr herstellen oder importieren, diese bis zum 31. Dezember 2018 registrieren lassen. Wie bei REACH soll die No-data-no-market-Regelung gelten. Das heißt, ein Verstoß kann einen Produktions- und Importstopp nach sich ziehen und den Bestand des Unternehmens gefährden.

KKDIK betrifft türkische Unternehmen, nicht-türkische Unternehmen, die Rohstoffe in die Türkei exportieren und Konzerne mit Tochterfirmen in der Türkei. Große türkische Petrochemie-Unternehmen wie Petkim und Tupras, die bereits enge Handelsbeziehungen mit der EU unterhalten, sind auf die Verordnung besser vorbereitet als die Mehrzahl der kleinen und mittleren Unternehmen, die immerhin mehr als 80 Prozent des Marktes in der Türkei ausmachen.

Die betroffenen Unternehmen sollten folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Sicherheitsdatenblätter sind in türkischer Sprachen vorzuhalten.
  • Nicht-türkische Unternehmen müssen einen Alleinvertreter bestimmen.
  • Ansprechpartner und verantwortliche Behörde ist das türkische Umweltministerium; es bewertet die Dossiers und prüft alle Unterlagen auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
  • Daten über vorhandene Studien und die Einstufung sowie Klassifizierung werden über das Substance Information Exchange Forum – SIEF, ausgetauscht.

Vertreter der betroffenen Unternehmen klagen über fehlende Unterstützung. Es fehle, so der Vorwurf, an Leitlinien und Fachkräften, die eine zügige Implementierung des Gesetzes sicherstellen. Die REACH-Expertin Dr.Yaprak Yuzak Kucukvar von REACH Global Services S.A., das als Alleinverteter für Petkim und Tupras tätig ist, äußerte gegenüber dem Online-Portal ChemicalWatch Zweifel, ob die Frist Ende 2018 aufgrund der politischen Turbulenzen in den vergangenen Monaten eingehalten werden kann. Laut dem türkischen Ministerium für Wissenschaft, Industrie und Technologie läuft allerdings alles nach Plan.

Die EU ist wichtiger Handelspartner der Türkei. Rund ein Drittel der chemischen Erzeugnisse werden in die EU exportiert. Besonders stark am Wachsen sind die Kunststoff- und die Pharma-Industrie. Einen ausführlichen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung in der Türkei gibt die GTAI, die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland für Außenwirtschaft und Standortmarketing.

KFT ist für Unternehmen in Türkei tätig und mit den rechtlichen Gegebenheiten vor Ort bestens vertraut. Kontaktieren Sie uns gerne unter sds@kft.de.

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