KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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EU-Kommission verbietet BPA in Thermopapier

Bisphenol A (BPA) wird in den Anhang XVII der REACH-Verordnung aufgenommen und seine Verwendung in Thermopapier verboten. Das entschied der Regelungsausschuss der EU-Kommission, nachdem Frankreich bereits 2014 den Antrag gestellt hatte, die Verwendung von BPA einzuschränken.

Die Einschränkung betrifft Thermopapier, das BPA in Konzentrationen von 0,02 oder mehr  Gewichtsprozent enthält. Die Verordnung wird in Kürze verabschiedet und drei Jahre nach Inkrafttreten gültig.

BPA wird in Thermopapier als Farbentwickler eingesetzt und gelangt über die Haut in den Körper. Die als reproduktionstoxisch eingestufte Substanz wirkt auf das Nervensystem, auf die Milchdrüse und fördert obendrein die Fettleibigkeit. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind Lebensmittel (oral) und Thermopapier (über die Haut) die Hauptquellen der Belastung mit Bisphenol A.

BPA wird aktuell immer noch in großem Stil verwendet. Das ergab eine vom BUND veranlasste Untersuchung. Danach fand man in 14 von 19 untersuchten Proben Bisphenol A sowie das als Ersatzprodukt gehandelte Bisphenol S. Eine nützliche Fragen-und-Antworten-Liste zum Thema Bisphenol A stellt das Bundesinstitut für Risikobewertung zur Verfügung.

Achten Sie auf eine sichere Anwendung Ihrer Produkte. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort unter reach@kft.de.

Fotohinweis: Birnur, pixabay.com Thermopapier ist eine Hauptquelle der Belastung mit Bisphenol A

Fotohinweis: Birnur, pixabay.com
Thermopapier ist eine Hauptquelle der Belastung mit Bisphenol A

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EU-Kommission möchte 286 Substanzen aus Textilien verbannen

Die EU-Kommission möchte künftig kanzerogene, mutagene und reproduktionstoxische Stoffe (KMR-Stoffe) von Textilien fernhalten. Mitglieder der EU-Kommission, der ECHA und verschiedener nationaler Behörden haben 286 Substanzen, darunter Phthalate, Flammschutzmittel und Pigmente, in einer Liste zusammengetragen. Sie sollen im Rahmen eines beschleunigten Beschränkungsverfahrens aus Textilien verbannt werden, und zwar stufenweise in zwei Phasen. In einer ersten Phase werden die Substanzen in Textilien verboten, die direkt mit der Haut in Kontakt sind; dazu zählen beispielsweise Kleidung, Schuhe und Bettlaken. Parallel werden sie in den Anhang XVII von REACH übernommen. In einem zweiten Schritt sollen diese KMR-Stoffe dann auch für Bodenbeläge, Teppiche, Polstermöbel, Bekleidungszubehör und Lederartikel tabu sein.

Für KMR-Stoffe der Kategorien 1A und 1B ist ein beschleunigtes Beschränkungsverfahren zulässig, wenn mit dem Herstellungsprozess oder der Verwendung des betreffenden Stoffs ein unakzeptables Gesundheitsrisiko einhergeht. Artikel 68(2) der REACH-Verordnung sieht ein solch verkürztes Verfahren vor. Dabei ist es nicht erforderlich, ein Stoffdossier zu erstellen, eine öffentliche Konsultation durchzuführen und Stellungnahmen der ECHA-Ausschüsse RAC und SEAC einzuholen.

Allerdings haben Importeure, Hersteller und Vertriebsunternehmen durch das beschleunigte Beschränkungsverfahren weniger Zeit, sich auf die neue rechtliche Situation einzustellen. Was bei einem Verbot der Stoffe zu beachten ist und welche Maßnahmen zu treffen sind, darüber beraten wir Sie gerne, wenn Sie sich an uns wenden unter reach@kft.de.

Fotohinweis: Mike Birdy, pixabay.com Kanzerogene, mutagene und reproduktionstoxische Stoffe (KMR-Stoffe) sollen künftig aus Kleidung, Schuhen und Bettlaken verbannt werden

Fotohinweis: Mike Birdy, pixabay.com
Kanzerogene, mutagene und reproduktionstoxische Stoffe (KMR-Stoffe) sollen künftig aus Kleidung, Schuhen und Bettlaken verbannt werden

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EU-Kommission legt Kriterien für hormonell wirksame Chemikalien vor und erntet Kritik

Mit mehr als zweijähriger Verzögerung hat die EU Kommission Mitte Juni Kriterien vorgelegt, mit deren Hilfe sich endokrine Disruptoren – also Substanzen, die das Hormonsystem beim Menschen stören – eindeutig identifizieren lassen. An Hand dieser Kriterien sollen Verantwortliche künftig entscheiden, ob ein Wirkstoff nach der
Biozid- und Pflanzenschutzmittelverordnung zugelassen wird oder nicht.

Die EU Kommission hat die Definition der WHO übernommen. Demnach sind endokrine Disruptoren von außen zugeführte Stoffe oder Gemische, die die Funktion des Hormonsystems verändern und dadurch gesundheitlich schädliche Wirkungen in einem intakten Organismus, bei den Nachkommen oder in (Teil-)Populationen verursachen.

Die Verantwortlichen der EU Kommission plädieren außerdem dafür, dass lediglich diejenigen Substanzen als endokrine Disruptoren einzustufen sind, deren gesundheitsgefährdende Wirkung tatsächlich eindeutig beim Menschen nachgewiesen ist. Dieses Kriterium erfüllen allerdings bislang nur wenige Substanzen. Bei den meisten anderen Stoffen ist eine schädigende Wirkung bislang nur in Tierversuchen nachgewiesen. Die Krux: Entsprechende Studien beim Menschen dauern viele Jahre.

Die Umweltminister Frankreichs, Schwedens und Dänemarks kritisieren in einem gemeinsamen Brief an die EU Kommission diese enge Definition, die in ihren Augen das Vorsorgeprinzip verletzt und Umwelt und Menschen nicht ausreichend schützt. Des Weiteren bemängeln sie, dass die Kriterien keine zufriedenstellende Basis sind für eine rechtliche Umsetzung in der Biozid-Verordnung (EG) Nr. 528/2012 sowie in der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009, die das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln regelt. Auch manche deutsche Politiker halten die Kriterien für nicht ausreichend und befürchten, dass sich der Kriterienkatalog nicht nur auf die Biozid- und Pestizidverordnung auswirkt, sondern auch auf andere Rechtsbereiche wie Kinderspielzeug und Kosmetika.

Auch Vertreter der chemischen Industrie zeigten sich vom Vorschlag der EU Kommission wenig begeistert. Der Verband der Chemischen Industrie bemängelte vor allem, dass er nicht die Wirkstärke eines Stoffes berücksichtigt. Eine Aussage, ab welcher Konzentration oder Dosierung eine schädliche Wirkung eintritt, sei auf diese Wiese nicht möglich. Außerdem könne nicht zwischen hormonell aktiven Stoffen, die sicher verwendet werden können, und solchen, die schon bei niedrigen Mengen oder Dosierungen eine schädliche Wirkung haben, unterschieden werden.

Lesen Sie unter anderem in unserem Blogbeitrag EU veröffentlicht Roadmap zu endokrinen Disruptoren, welche Stoffe zu den endokrinen Disruptoren zählen.

Handeln Sie mit Pflanzenschutzmitteln und/oder Bioziden? Dann wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter biocides@kft.de.

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US-Studie: Bisphenol A fördert Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern

US-Forscher der Kinderklinik in Cincinnati (Cincinnati Children’s Medical Centre) haben im Rahmen einer Studie gezeigt, dass bei Kindern und Jugendlichen mit erhöhten BPA-Gehalten im Körper Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) besonders häufig auftreten. Dabei untersuchten sie mehr als 450 Kinder und Jugendliche auf ADHS und werteten zusätzlich Daten des US National Health and Nutrition Examination Survey (Nhanes) über BPA-Konzentrationen im Urin aus.

Ergebnis: Probanden mit auffällig hohen BPA-Konzentrationen leiden mehr als fünfmal häufiger an Aufmerksamkeitsstörungen als solche mit geringen BPA-Konzentrationen. Zudem wirkt sich der Effekt bei Jungen etwa fünf Mal stärker als bei Mädchen. Die Autoren sehen die Möglichkeit, ADHS vorzubeugen, wenn die BPA-Belastung reduziert wird.

In den USA fordern derweil immer mehr Mediziner, neurotoxische Stoffe wie BPA, Phthalate und polybromierte Diphenylether zu verbieten. Im Rahmen des Projekts TENDR (Targeting Environmental Neuro Developmental Risks) weisen namhafte Neurologen und andere Ärzte und Wissenschaftler, darunter die Direktorin des National Institute of Environmental Health Sciences, Linda Birnbaum, in einer gemeinsamen Erklärung auf die Risiken solcher Stoffe hin. Eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen finden Sie auf der Website der Endocrine Society. Einen guten Überblick zum Thema bringt die New York Times in ihrer Ausgabe vom 1. Juli.

In ihrer Erklärung plädieren sie auch für eine Abkehr vom wissenschaftsbasierten Ansatz bei der Stoffbewertung. Nach diesem Prinzip sind Maßnahmen erst dann erforderlich, wenn ein endgültiger Beweis für die Gefahren eines Stoffes erbracht ist. Die Beweislast liegt dabei auf Seiten der Behörden. In Europa hingegen können sich Behörden auf das Vorsorgeprinzip berufen und Nutzungsbeschränkungen und Verbote schon erlassen, wenn der begründete Verdacht einer Gesundheitsgefahr besteht, aber der finale wissenschaftliche Beweis noch aussteht.

Für viele als gesundheitsgefährdend eingestufte Substanzen gibt es Ersatzstoffe. Disponieren Sie deshalb rechtzeitig um und setzen Sie auf gesundheitlich unbedenkliche Stoffe. Bei Fragen wenden Sie sich gerne jederzeit an uns unter reach@kft.de.

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China: Neues Chemikalien-Gesetz kommt 2016

Die chinesische Chemikalien-Verordnung (Decree 591) wird überarbeitet und zu einem Gesetz aufgewertet. Das bestätigte Xu Lu, Verantwortlicher in der chinesischen Behörde für Arbeitssicherheit (China’s State Administration of Work Safety, SAWS) im Rahmen von Chemical Watch’s Shanghai Chemicals Summit Ende Juni.

Das kommende Gesetz soll den Umgang mit gefährlichen Substanzen regeln, die im Gefahrstoffkataster (Catalogue of Hazardous Chemicals, CHC) aufgeführt sind. Dort sind bislang mehr als 2.800 Substanzen gelistet; das Kataster wurde erst im vergangenen Jahr aktualisiert und trat im Mai 2015 in Kraft.

Parallel zum Chemikalien-Gesetz soll auch ein Sicherheitsgesetz verabschiedet werden, das unter anderem Themen wie Arbeitssicherheit, Umwelteinflüsse sowie eine sichere Produktion abdecken soll.

Möglicherweise exportieren Sie als Unternehmer Waren nach China? Um den Handel Ihrer Produkte nicht zu gefährden, sollten Sie die Marktgegebenheiten und gesetzlichen Vorgaben einhalten. Gerne stehen wir Ihnen unter sds@kft.de beratend zur Seite.

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Obama verabschiedet US-Chemikalien-Gesetz

Das neue Chemikalien-Gesetz löst den alten Toxic Substances Control Act (TSCA) ab, der seit 40 Jahren gilt und der in all den Jahren nicht verändert wurde. Im Rahmen der Verabschiedungszeremonie sprach Präsident Obama von einem wichtigen Gesetz. Erstmals seien die Verantwortlichen nun in der Lage, den Umgang mit Chemikalien effektiv zu regulieren. Ähnlich positiv äußerte sich auch Gina McCarthy, die Leiterin der US-Umweltbehörde EPA, in Ihrem Statement. Sie bezeichnete das überarbeitete Gesetz als Voraussetzung, um die Wahrung der öffentlichen Gesundheit sicherzustellen.

Allerdings setzt das Inkrafttreten des Gesetzes die Behörde auch unter Druck, denn die Verantwortlichen müssen nun innerhalb eng gesetzter Fristen alle auf dem Markt befindlichen Stoffe nach den neuen Sicherheitsstandards überprüfen und gegebenenfalls als gefährlich eingestufte Stoffe aus dem Verkehr ziehen.

Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Blogbeitrag US-Senat stimmt neuer Chemikalien-Gesetzgebung zu.

Als betroffener Unternehmer sollten Sie sich rechtzeitig um die Rechtssicherheit ihrer Produkte kümmern. Besonders wenn Ihre Produkte gesundheits- und umweltgefährdende Substanzen enthalten. Seit vielen Jahren beraten wir Unternehmen, die im US-amerikanischen Markt tätig sind. Melden Sie sich gerne unter reach@kft.de.

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Zusammenhang zwischen perfluorierten Verbindungen in Trinkwasser und Blut nachgewiesen

Kalifornische Forscher um Susan Hurley vom Krebsvorsorgeinstitut (Cancer Prevention Institute of California, CPIC) in Berkeley, Kalifornien, haben im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass die Konzentrationen von perfluorierten Verbindungen (PFC) im Blut erhöht sind, wenn auch die Trinkwasserwerte entsprechend hoch sind. Nach eigener Auskunft konnten die Wissenschaftler damit erstmals einen solchen Zusammenhang in bestimmten Gegenden der USA nachweisen.

Die Wissenschaftler haben im Blut von 1.566 Frauen die Konzentrationen der vier Substanzen Perfluoroctansulfonsäure (PFOS), Perfluoroctansäure (PFOA), Perfluorhexansulfonsäure (PFHxS) und Perfluorheptansäure (PFHpA) bestimmt. Diese Werte haben sie mit den PFC-Konzentrationen in Trinkwasserproben verglichen, die von der US-amerikanischen Umweltbehörde EPA zwischen 2013 und 2015 gemessen wurden. Berücksichtigt wurden nur Wasserproben aus den Gegenden, in denen die Studienteilnehmerinnen leben, denn nur so ist ein unmittelbarer Zusammenhang feststellbar. Tatsächlich waren die Blutwerte um 30-40 Prozent erhöht, wenn auch das Wasser entsprechend hohe Werte aufwies.

PFC kommen in zahlreichen Haushaltsprodukten und auch Lebensmittelverpackungen vor und stehen im Verdacht, unter anderem Fettleibigkeit zu fördern.

Bezüglich der Situation in Deutschland fasst das Dokument Per- und polyfluorierte Chemikalien in der Umwelt alle relevanten aktuellen Informationen bei PFC zusammen.

Enthalten Ihre Produkte möglicherweise kritische perfluorierte Substanzen, sollten Sie sich nach gesundheitlich unbedenklichen Alternativen erkundigen. Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns unter reach@kft.de.

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