KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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US-Studie: Käsemakkaroni mit Phthalaten belastet

Im Rahmen einer Studie haben Wissenschaftler des Flemish Institute for Technological Research NV („VITO”) in Belgien 30 verschiedene US-amerikanische Käseprodukte, darunter 10 Käsemakkaroni-Produkte, untersucht und zum Teil hohe Phthalatkonzentrationen gemessen. Auftraggeber ist eine US-amerikanische Interessengemeinschaft von Verbrauchern, darunter der Environmental Health Strategy Center, der Ecology Center, Healthy Babies Bright Futures and Safer States. Sie wollen mit der Kampagne Druck auf die Hersteller ausüben.

Die Analytiker fanden bis auf eine in allen Käseproben Phthalate, insgesamt 11 verschiedene Derivate. Eine Probe enthielt sogar sechs Substanzen. DEHP, die am meisten eingeschränkte Substanz, ist am häufigsten und in weit höheren Konzentrationen verbreitet als die anderen Phthalate. Auch waren die gemessenen Werte in den Käsemakkaroni-Produkten rund viermal höher als in den herkömmlichen Käsesorten. Eine ausführliche Beschreibung der Analysen finden Sie im ENVI-Bericht. Eine umfassende Darstellung und Bewertung der Ergebnisse gibt die Interessengemeinschaft in ihrem Abschlussbericht.

Die Phthalate DEHP, BBP und DBP sind in der EU als reproduktionstoxisch klassifiziert. Die Ergebnisse der EU-Risikobewertungen erlauben überwiegend den Einsatz dieser Stoffe. Das Umweltbundesamt vertritt die Auffassung, dass diese reproduktionstoxischen Stoffe generell nicht in die Umwelt gelangen sollten.

Bereits im Jahr 2014 hat die U.S. Consumer Product Safety Commission (CPSC) einen Bericht publiziert, wonach die größte Phthalat-Belastung von Lebensmitteln herrührt. In einem Bericht der New York Times bewertet die Biologin und Spezialistin für endokrin wirkende Substanzen Heather B. Patisaul, vom “Center for Human Health and the Environment“ an der North Carolina State University in Raleigh, die Phthalat-Funde. Zwar seien die Konzentrationen im Parts per Billion-Bereich (Mikrogramm pro Kilogramm), aber eben immer noch höher als die Konzentrationen der natürlich im Körper vorkommenden Hormone. Das könne durchaus gravierende gesundheitliche Folgen haben.

Haben Sie Fragen bezüglich der rechtkonformen Ver- und Anwendung von Phthalaten? Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung unter reach@kft.de.

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UV-Filter unter Verdacht

Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission, SCCS, hat Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des UV-Filters Methoxypropylamino-Cyclohexenyliden- Ethoxyethylcyanoacetat (S87) in Kosmetika geäußert. Deren Mitglieder räumen ein, dass sie ein gentoxisches Potenzial der Substanz nicht ausschließen können. Des Weiteren könne es auch zu Haut- und Augenreizungen kommen.

Bislang galt die Substanz als sicher, wenn deren Konzentration im Produkt 5 Prozent nicht überschreitet. Das konnten die Wissenschaftler des SCCS in ihrem Abschlussbericht nicht bestätigen. Um die Bedenken auszuräumen, seien weitere Untersuchungen nötig.

Gerne beraten wir Sie bei Fragen rund um die Kosmetik-Verordnung. Wenden Sie sich an uns unter cosmetic@kft.de.

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Titandioxid: Wie sich die Substanz im Körper verteilt

Wissenschaftler am Joint Research Centre (JRC), dem wissenschaftlichen Dienst der Europäischen Kommission, haben an Ratten untersucht, wie sich Nanopartikel von Titandioxid im Körper verteilen.

Dabei hat das Team um Prof. Wolfgang Kreyling vom Helmholtz Institut München den Ratten die radiomarkierten TiO2-Nanopartikel auf dreierlei verschiedene Weisen verabreicht. Zum einen über eine Nahrungssonde, und zum anderen über die Luftröhre sowie per Injektion in die Blutbahn. Bei der Injektion konnten die Forscher hinterher keinerlei Rückstände nachweisen, bei der oralen Verabreichung allerdings 0,05 Prozent der Substanz nach einer Woche und bei der Aufnahme über die Luftröhre 0,3 Prozent nach vier Wochen.

Obwohl die verabreichten Dosen sehr gering waren, konnten die Forscher die Substanz in allen Organen sowie im Gewebe nachweisen, die höchsten Konzentrationen in der Leber. Die Funde zeigen, dass Nanopartikel von Titandioxid sowohl vom Magen-Darm-Trakt als auch über die Luft-Blut-Schranke in der Lunge ins Blut und damit in anderen Organe gelangen, wo sie sich anreichern können. Detailliertere Informationen sowie Links zu den wissenschaftlichen Publikationen finden Sie in der Pressemitteilung des JRC.

David Warheit vom US-amerikanischen Titandioxid-Hersteller Chemours gibt zu bedenken, dass die Ergebnisse der Tierversuche nicht unbedingt auf den Menschen übertragen werden können. Außerdem sei der Anteil der Nanopartikel an der Gesamttitandioxidmenge sehr klein.

Lesen Sie zum Thema auch unsere beiden im Februar (Titandioxid erneut im Kreuzfeuer) und Juli (ECHA: Titandioxid krebserregend beim Einatmen) erschienenen Artikel.

Haben Sie mit titandioxidhaltigen Produkten? Sie erreichen uns unter cosmetic@kft.de.

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EU-Kommission schränkt Verwendung von NMP ein

Die EU-Kommission wird die Verwendung des Lösungsmittels N-Methyl-pyrrolidon (NMP) beschränken. Die WTO ist bezüglich des Gesetzes-Entwurfs der EU informiert worden. Demnach darf die Substanz nicht mehr vermarktet werden, es sei denn die verantwortlichen Unternehmen aktualisieren die Registrierungsdossiers auf die neuen DNEL-Werte, die für NMP bei Inhalation und Hautkontakt gelten. DNEL-Werte (Derived No-Effect Level) sind Grenzwerte zum Schutz des Menschen am Arbeitsplatz und fester Bestandteil des Stoffsicherheitsberichts. Werden diese Werte eingehalten, besteht laut einschlägiger Studien keine Gefahr für die Gesundheit der Betroffenen.

Sobald das Gesetz in Kraft tritt, wird die Substanz in Anhang XVII der REACH-Verordnung aufgenommen. Eine aktuelle Liste (Stand 13. Juni 2017) aller Stoffe, deren An- und Verwendung beschränkt sind, finden Sie hier.

NMP dient als Lösungsmittel für Harze in der Mikroelektronik und pharmazeutischen Industrie, darüber hinaus für Pflanzenschutzmittel, Farben, Kleb- und Kunststoffe. Die braune Flüssigkeit ist beispielsweise ein wichtiger Bestandteil in Lacken für die Automobilindustrie. Die Substanz vermag den polymeren Untergrund bei Kunststoffteilen aufzurauen und sorgt so für eine bessere Haftung des Lacks.

Weitere wichtige Informationen zur Substanz finden Sie in der Stoffmonografie von NMP.

Möglicherweise haben Sie mit NMP zu tun und benötigen Unterstützung? Gerne erreichen Sie uns unter sds@kft.de.

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Deutschland verschärft Schwermetall-Grenzwerte für Kosmetika

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Grenzwerte für Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen und Antimon in Kosmetika nach unten angepasst. Die fünf Schwermetalle sowie Antimon- und Quecksilberverbindungen – eine Ausnahme ist die Verwendung als Konservierungsmittel – sind in kosmetischen Mitteln bereits seit längerem verboten. Aufgelistet sind die verbotenen Stoffe in Anhang II der Kosmetik-Verordnung (EG) Nr. 1223/2009.

Allerdings können Kosmetika kleinere Mengen an Schwermetallen enthalten. Besonders in Puder- und Cremeprodukten, dekorativer Kosmetik und Zahncremes können sich Spuren finden, da diese Produkte anteilsmäßig mehr schwermetallhaltige anorganische und mineralische Bestandteile haben. Dass in den Produkten Spuren von Schwermetallen verbleiben, ist selbst bei guter Herstellungspraxis nicht zu vermeiden; sie werden nach Artikel 17 der Verordnung auch toleriert, sofern die Sicherheit des Produktes bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung gewährleistet ist.

Das BVL hat in den vergangenen Jahren die Schwermetallgehalte in mehr als 1.700 verschiedenen Kosmetikproben untersucht. Dabei haben die Verantwortlichen festgestellt, dass die gültigen Richtwerte häufig unterschritten werden und daher nicht mehr zeitgemäß sind. Auf Basis der Untersuchungsergebnisse haben sie deshalb neue Grenzwerte festgelegt.

Für Blei 2,0 mg/kg (in Zahnpasta 0,5 mg/kg), für Cadmium und Quecksilber 0,1 mg/kg, für Arsen und Antimon 0,5 mg/kg. Einen ausführlichen Bericht zu den neuen Richtwerten lesen Sie im Journal of Consumer Production und Food Safety.

Erst Ende des vergangenen Jahres warnte BVL-Präsident Helmut Tschiersky in einer Pressemitteilung vor hohen Blei- und Cadmiumgehalten in billigem Modeschmuck: „Die Hersteller und Importeure von Modeschmuck müssen eindeutig mehr tun, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.“

Sorgen Sie rechtzeitig für die rechtliche Compliance ihrer Produkte. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Sie erreichen uns unter cosmetic@kft.de.

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KFT baut seine Akademie aus

KFT erweitert sein Schulungsangebot und dehnt seine Räumlichkeiten am Standort in Darmstadt-Griesheim aus. „Aufgrund der steigenden Schulungs- und Informationsnachfrage haben wir entschieden, uns flächenmäßig zu vergrößern“, erklärt Dr. Karl-Franz Torges, Geschäftsführer von KFT. Damit stehen dem Premium-Dienstleister rund um Chemical Compliance zwei weitere Schulungsräume zur Verfügung.

Der zunehmende Informationsbedarf von Unternehmen deckt sich mit Prognosen der Newsplattform ChemicalWatch. Der Informationsdienstleister geht davon aus, dass mehr und mehr Unternehmen die Unterstützung von Service-Dienstleistern benötigen, um die komplexen rechtlichen Anforderungen beim Chemikalienmanagement zu erfüllen. Und das kurzfristig, denn ein wesentlicher Treiber ist die REACH-Registrierungsfrist im nächsten Jahr. Alle Stoffe, die in Mengen von einer Tonne oder mehr pro Jahr und Hersteller oder Importeur in der EU hergestellt oder in die EU importiert werden, müssen laut Gesetz bis zum 1. Juni 2018 registriert sein. Ein Verstoß kann einen Produktions- und Importstopp nach sich ziehen und den Bestand des Unternehmens gefährden.

„Wir haben uns auf den Mehrbedarf eingestellt und erweitern unser Schulungsprogramm sukzessive. Das gilt allerdings nicht nur für die Breite des Angebots, auch die Schulungen an sich entwickeln wir ständig weiter“, erläutert Torges.

Beispielsweise können die Teilnehmer das Gelernte direkt am Laptop umsetzen und lernen unter Anleitung IUCLID und Chesar live kennen. Da die Bandbreite der Anforderungen ständig steigt, bietet KFT auch ganz individuell auf den Kunden zugeschnittene Seminare an. Wichtige Zusatzinfo: KFT bietet seinen Teilnehmern eine Durchführungsgarantie und damit Planungssicherheit. Besuchen Sie unsere Akademie online unter www.kft-academy.com.

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Vietnam: Neues Chemikaliengesetz kommt im September

Das neue vietnamesische Chemikaliengesetz wird voraussichtlich im September in Kraft treten und damit die seit 2007 gültige Verordnung ersetzen. Insgesamt umfasst das neue Gesetz acht Kapitel und 39 Artikel.

Wichtige Bestandteile des Gesetzes sind eine Bestandsliste mit Chemikalien. Darüber hinaus verpflichtet es die Unternehmen, an einem nationalen Chemikalienverzeichnis mitzuwirken und es legt neue Meldepflichten für Stoffe fest.

In den vier dem Gesetz angehängten Stofflisten sind Substanzen aufgeführt, deren Herstellung entweder an Bedingungen geknüpft ist, oder deren An- und Verwendung eingeschränkt ist. Zwei andere Listen enthalten verbotene Stoffe sowie zu deklarierende Stoffe.

Das vietnamesische Ministerium für Industrie und Handel (MoIT) hat das Gesamtverzeichnis erst im März dieses Jahres überarbeitet. Darin gelistet sind alle Stoffe, die derzeit im Land auf dem Markt sind. Stoffe, die nicht aufgeführt sind, werden als Neustoffe deklariert und unterliegen den Regulierungsbestimmungen.

Der Gesetzesentwurf liegt derzeit dem WTO-Sekretariat vor. Das im Rahmen der Uruguay-Runde ausgehandelte und am 1. Januar 1995 in Kraft getretene WTO-Übereinkommen über technische Handelshemmnisse, kurz TBT-Übereinkommen („Technical Barriers to Trade“, TBT) verpflichtet alle WTO-Mitglieder, anderen Mitgliedern Einblick in geplante technischen Vorschriften zu gewähren.

Möglicherweise sind Sie auf dem vietnamesischen Markt tätig? Sprechen Sie uns gerne an  unter reach@kft.de.

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