KFT Goes to Hollywood

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Wie viel mehr können dann laufende Bilder sagen. Doch wie lässt sich das komplexe Thema „Regulatory Chemical Compliance“ filmisch umsetzen? Und wie lässt sich daraus ein aussagekräftiger Plot machen?

Regulatory Chemical Compliance appelliert an unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Geborgenheit und hat damit auch mit Vertrauen zu tun. Kunden und Verbraucher wünschen sich Vertrauenswürdigkeit und Transparenz. Sie wünschen sich, dass auch drin ist, was auf der Verpackung drauf steht. Ebenso wünschen Sie sich, dass außen drauf steht, was drin enthalten ist – und zwar lückenlos. Wer das beherzigt, hat die Fans auf seiner Seite. Kurzum: Wer als Marke sympathisch und seriös wirken will, sollte zumindest einhalten, was die Gesetze fordern.

Nun aber genug der Worte. Lasst die Bilder sprechen:

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Südkorea ergänzt K-REACH

Südkorea beabsichtigt, die Bestimmungen seines Chemikaliengesetzes (Korean- oder K-REACH) zu ergänzen. Die Vorschläge können bis 6. Februar kommentiert werden.

Das südkoreanische Umweltministerium möchte unter anderem, dass ab Ende 2018 alle Stoffe, die in Mengen größer als eine Tonne in Umlauf sind, zu registrieren sind. Unternehmen wird dabei eine Übergangsfrist eingeräumt, wenn sie die Stoffe vorregistrieren lassen. Die Vorregistrierung soll ab Ende 2018 starten.

Ferner wird die Verwendung besonders besorgniserregender Stoffe, die ohnehin einer Zulassung bedürfen, in Zukunft noch strenger geregelt werden. Beispielsweise ist geplant, die Informationspflicht gegenüber nachgeschalteten Anwendern auszuweiten, und auch die Verbraucher sollen genauer informiert werden. Das gilt bei besonders besorgniserregenden Stoffen sowie bei Gemischen, die solche Stoffe enthalten.

Die Behörden führen allerdings nicht nur strengere Gesetze ein, sie wollen auch empfindlichere Strafen bei Verstößen verhängen. Labors und Untersuchungseinrichtungen, die falsche Messwerte liefern, müssen künftig mit Bußgeldern rechnen, ebenso Hersteller und/oder Importeure, die Stoffe in Verkehr bringen, die nicht oder nur unzureichend registriert sind.

Doch den betroffenen Unternehmen winken neben verschärften Auflagen auch Erleichterungen. So soll die in K-REACH bislang vorgesehene jährliche Berichtspflicht künftig entfallen.

Am 30. April 2013 hatte das südkoreanische Parlament K-REACH verabschiedet; am 1. Januar 2015 trat es schließlich in Kraft. Seitdem ist das Chemikaliengesetz „Toxic Chemical Control Act“ (TCCA), das seit 1991 gilt, in zwei Bereiche gegliedert: Während K-REACH die Registrierung und Bewertung von Chemikalien obliegt, regelt der Chemicals Control Act (CCA) die Kontrolle und den Umgang mit Gefahrstoffen. Das Gesetz beschreibt ferner, wie Chemieunfälle zu vermeiden und im Ernstfall zu vermelden sind.

Firmen, die südkoreanische Kunden beliefern möchten, aber selbst keine Dependance vor Ort haben, empfehlen wir fachkundige Unterstützung. Seit Jahren arbeiten wir erfolgreich mit unserem Partner, der KTR Europe GmbH, zusammen. Sprechen Sie uns an unter reach@kft.de.

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Kanada erlässt umfassendes Asbestverbot

Das kanadische Gesundheitsministerium Health Canada hat angekündigt, die Herstellung, die Verwendung sowie den Im- und Export von Asbest und asbesthaltigen Produkten wie Baustoffe und Bremsbeläge zu verbieten. Der entsprechende Gesetzestext wird im Dezember 2017 im Rahmen des kanadischen Umweltschutzgesetzes (Canadian Environmental Protection Act, Cepa) in der Canada Gazette, Part I erscheinen.

Bis dahin wollen die Verantwortlichen möglichst viele Daten zur aktuellen Herstellung und Verwendung von Asbest sammeln und Hersteller und Importeure dazu verpflichten, bis Mitte Januar 2017 entsprechende Informationen zu liefern. Unter anderem plant das Ministerium, neue Richtlinien für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu erstellen und die Datenbank zu erweitern, in der asbesthaltige Bauwerke aufgelistet sind. Im Zuge des Verbots sollen landesweit alle Baurichtlinien geändert werden.

Die Präsidentin der US-amerikanischen Organisation ADAO (Asbestos Disease Awareness Organization) Linda Reinstein begrüßt die Maßnahmen, zumal Kanada bis zur Schließung der letzten Mine im Jahr 2011 nach Russland, China, Brasilien und Kasachstan als einer der größten Asbestproduzenten galt. Sie sieht das Verbot auch als richtungsweisend für notwendige Schutzmaßnahmen in den USA. Die EPA rechnet Asbest inzwischen zu den Top-Ten-Risikochemikalien, die erste Priorität für regulatorische Maßnahmen haben.

Herstellung und Verwendung von Asbest sind heute in mehr als 55 Ländern verboten, in Deutschland bereits seit 1993, innerhalb der EU seit 2005.

Sorgen Sie rechtzeitig für die rechtliche Compliance ihrer Produkte. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Kontaktieren Sie uns unter reach@kft.de.

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FDA macht negative Ereignisse bei Kosmetika öffentlich

Die US-amerikanische Behörde für Lebens- und Arzneimittel, FDA, möchte künftig alle Zwischenfälle, die der Abteilung „Center for Food Safety and Applied Nutrition, CFSAN“ gemeldet werden, veröffentlichen und in vierteljährlichem Rhythmus aktualisieren. Von 2004 bis 2016 sind von Verbrauchern, Medizinern und der Industrie mehr als 50.000 negative Ereignisse bei der Behörde eingegangen, darunter 4.322 über Kosmetika. „Wir möchten die Verbraucher auf diese Weise vor potenziellen Gefahren warnen“, schreiben Susan Mayne, die Direktorin des CFSAN und Katherine Vierk, Direktorin der Abteilung „Public Health Informatics and Analytics“ in einem Blogbeitrag. Die publizierten Daten können die Basis für regulatorische Maßnahmen sein und in einzelnen Fällen auch dazu führen, dass ein Produkt ganz vom Markt genommen wird.

Erste Äußerungen von Verbandsvertretern der kosmetischen Industrie waren positiv. Allerdings setze dies, laut Lisa Powers vom Verband für Körperpflegemittel (Personal Care Products Council, PCPC), einen sorgfältigen Umgang mit den Daten voraus. Viele Beschwerden seien vergleichsweise belanglos und beträfen etwa die Farbe des Produkts oder die Verpackung und hätten mit der Produktqualität und möglichen negativen gesundheitlichen Folgen nichts zu tun.

Sorgen Sie für die Rechtssicherheit Ihrer Produkte und wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter cosmetic@kft.de. Gerne empfehlen wir auch unser Seminar „Raumduft, Rasierschaum, Reiniger & Co.“ am 19. Januar 2017 hin.

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Türkei: REACH in der Warteschleife

Das türkische Ministerium für Umwelt und Städtebau (Ministry of Environment and Urbanisation, MoEU) verschiebt die Veröffentlichung der ursprünglich für Ende 2016 vorgesehenen Chemikalien-Verordnung KKDIK (steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe in türkischer Sprache), die nach dem Vorbild von REACH erarbeitet wurde. Laut dem verantwortlichen Minister Yahya Kesimal soll das Gesetz nun im ersten Quartal 2017 kommen.

Industrievertreter bezweifeln allerdings, ob dieser Termin eingehalten werden kann. Mustafa Bagan, Generalsekretär des Verbands der türkischen Chemieindustrie, meint, dass den meisten Unternehmen die für eine Registrierung erforderlichen Daten fehlen und auch das nötige Geld.

Wenn Sie im türkischen Markt tätig und vom neuen Gesetz betroffen sind, sollten Sie sich zu unserem Kundentag am 11. Mai 2017 anmelden. Schwerpunktthema ist die Chemikaliengesetzgebung in der Türkei. Hier arbeiten wir eng mit dem türkischen Dienstleister CRAD (Cevre Risk Analiz Denetim) zusammen. Der Gründer und Geschäftsführer von CRAD, Melih Babayigit, wird bei uns sein und Ihnen Informationen aus erster Hand liefern. KFT ist bereits seit vielen Jahren für Unternehmen in der Türkei tätig und mit den dortigen rechtlichen Gegebenheiten bestens vertraut. Kontaktieren Sie uns gerne unter sds@kft.de.

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ECHA erweitert Kandidatenliste um vier Substanzen

Die europäische Chemikalienagentur ECHA hat die vier Stoffe Bisphenol A, Perfluordecansäure (einschließlich der Na- und Ammoniumsalze), 4-Heptylphenol und 4-tert-Pentylphenol in die Liste der Stoffe aufgenommen, die für eine Aufnahme in REACH Anhang XIV in Frage kommen. Damit befinden sich aktuell 173 Substanzen auf der Liste. Alle diese Substanzen erfüllen die nach REACH Artikel 57 gültigen Kriterien für besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC). Mehr Informationen über die betroffenen Stoffe finden Sie in der Pressemitteilung der ECHA.

Mit der Aufnahme eines Stoffs in die Kandidatenliste ergibt sich für die betroffenen Hersteller und/oder Importeure noch keine Zulassungspflicht. Gleichwohl haben die Lieferanten gegenüber ihren Abnehmern Informationspflichten. Beispielsweise muss ein Lieferant von SVHC innerhalb der EU seinen Kunden ein Sicherheitsdatenblatt aushändigen. Gleiches gilt, wenn er ein Gemisch liefert, das nach der Richtlinie 1999/45/EG zwar als ungefährlich gilt, dieses Gemisch aber einen Stoff aus der Kandidatenliste in einer Einzelkonzentration von mindestens 0,1 Gewichtsprozent enthält.

Auch bei Erzeugnissen hat ein Lieferant Pflichten: So muss er nach Artikel 7 Absatz 2 der ECHA mitteilen, wenn im gelieferten Erzeugnis ein besonders besorgniserregender Stoff in einer Konzentration von über 0,1 Massenprozent enthalten ist. Darüber hinaus hat er gemäß Artikel 33 REACH-Verordnung seine Abnehmer darüber zu informieren und auf Ersuchen auch die Verbraucher (s. REACH Info 6, Seite 23).

Im September 2015 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass der Grenzwert von 0,1 Massenprozent auch für Erzeugnisse gilt, die Teil eines anderen Erzeugnisses sind.

Das heißt, als Erzeugnis gilt jede einzelne Komponente eines Produkts, also beispielsweise ein Transistor oder das Gehäuse eines Laptops, und nicht nur das Endprodukt, sprich, der Laptop selbst. Dadurch ergeben sich strengere Vorgaben.

Haben Sie mit Produkten zu tun, die SVHC enthalten? Wir sorgen dafür, dass Sie rechtlich auf der sicheren Seite sind. Sprechen Sie uns jederzeit an unter reach@kft.de.

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US EPA will Trichlorethylen verbieten

Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA möchte die Verwendung von Trichlorethylen (TCE) als Aerosol Entfetter und als Mittel in chemischen Reinigungen verbieten. Das geplante Verbot umfasst Herstellung, Verarbeitung und Vertrieb im Handel.

Seit 1989 ist es das erste Mal, dass sich die Verantwortlichen der EPA an ein solches Verbot wagen. Damals hob ein Gericht das von der Behörde verhängte Asbestverbot auf. Auch dieses Vorhaben ist längst noch nicht in trockenen Tüchern. Viele bezweifeln, ob der von Donald Trump eingesetzte Scott Pruitt das Verbot gutheißt. Möglicherweise wird es in gelockerter Form akzeptiert. Lawrence Cullen, Rechtsexperte der Anwaltskanzlei Arnold & Porter, sagte in einem Interview mit ChemicalWatch, dass die neue Regierung bei drastischen Maßnahmen wie Verboten ganz genau hinschauen wird. Vertreter der chemischen Industrie haben sich noch nicht zum EPA Beschluss geäußert.

Behalten Sie die Rechtssicherheit Ihrer Produkte im Auge. Nehmen Sie bei Fragen jederzeit gerne Kontakt mit uns auf unter reach@kft.de.

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Japan überarbeitet sein Chemikaliengesetz

Japan möchte die Prüfung und Bewertung von Stoffen beschleunigen und prüft deshalb das seit 2011 gültige Chemical Substances Control Law (CSCL). Ein Ausschuss, dem Abgeordnete der drei Ministerien (Ministry of Economy, Trade and Industry, Meti, Ministry of Health, Labour and Welfare, MHLW, und Ministry of Environment) angehören sowie Repräsentanten aus Wissenschaft und Industrie, überprüfen derzeit das Gesetz und erarbeiten eine Agenda. Ihr Ergebnis legen sie dem Ministerrat vor. Im März 2017 soll ein Abschlussbericht über die geplanten Änderungen erscheinen.

Treibende Kraft der Neubewertung sind die Ziele des UNO-Nachhaltigkeitsgipfels in New York im Jahr 2015. Demnach wollen die Japaner bis 2020 Risikoanalysen und -bewertungen effizienter machen und die Bewertung sämtlicher gefährlicher Stoffe abgeschlossen haben. Zweitens wollen sie Substanzen benennen, die ein Risiko hinsichtlich der Langzeittoxizität darstellen. Und drittens Bewertungsmethoden für diejenigen Stoffe entwickeln, für die es bislang keine Sicherheitsdaten gibt.

Wer chemische Stoffe nach Japan importiert, muss die Vorschriften des CSCL beachten. Diese ähneln den REACH-Verpflichtungen.  Allerdings ist bei Importmengen unter 1 t/a eine Niedrigmengenanmeldung (Low Volume Exemption = LVE) erforderlich.

Wichtig zu wissen ist außerdem: Das CSCL gilt lediglich für allgemeine chemische Stoffe wie sie auch in REACH Art. 3 (1) definiert sind. Nahrungsmittel, Nahrungsmittelzusatzstoffe, Pharmazeutika, Kosmetika, landwirtschaftliche Chemikalien und Düngemittel fallen nicht unter das CSCL.

Sollten Sie auf dem japanischen Markt tätig sein, kontaktieren Sie uns bei Fragen gerne unter reach@kft.de.

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