Mangelhafte Registrierungsdossiers

Experten des Bundesamts für Risikobewertung (BfR) sowie des Umweltbundesamts (UBA) haben gemeinsam 1.932 Dossiers federführender und individueller Registranten von „Phase-in“-Stoffen mit einer Jahresproduktion ab 1.000 Tonnen geprüft. Ergebnis: Sechs von zehn Dossiers erfüllen die gesetzlichen Anforderungen nicht. Damit bestätigt die Studie die im ECHA-Fortschrittsbericht 2014 publizierten Ergebnisse.

Die Prüfer kritisieren vor allem die Datenlücken beim Einsatz von Read across und QSAR-Methoden sowie die unklaren Angaben zur Stoffidentität und zu den physikalisch-chemischen Eigenschaften bei  UVCB-Stoffen – „Substances of Unknown or Variable composition, Complex reaction products or Biological materials“. Darüber hinaus bemängeln sie die Dokumentation der Testmethoden, die nicht den Standardverfahren entsprechen.
De Autoren der Studie sehen jedoch auch die Gegenseite in der Pflicht. So fordern sie eindeutigere Testanforderungen und mehr Klarheit darüber, in welchen Fällen Ersatzdaten verwendet werden dürfen. Die bisherigen Formulierungen in den Anhängen der REACH-Verordnung oder in den ECHA Leitfäden ließen zu viel Interpretationsspielraum.

Gleichzeitig appellieren die Studienverantwortlichen an die registrierungspflichtigen Unternehmen, die Qualität der Dossiers weiter zu verbessern. Wir von KFT unterstützen Sie dabei gerne.  Sprechen Sie uns an unter reach@kft.de.

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