Leitfaden für die sichere Verwendung von Gemischen

Nachgeschaltete Anwender, etwa Formulierer, sind nach REACH verpflichtet, Informationen über die sichere Verwendung von Gemischen an ihre Kunden weiterzugeben. Wie sie diese Informationen übermitteln – ob integriert im Sicherheitsdatenblatt oder als Anhang – obliegt dem nachgeschalteten Anwender. Ebenso die Entscheidung, wie er die erforderlichen Informationen ermittelt. Da diese in der Regel sehr umfangreich sind, ist der Aufwand, sie zusammenzustellen entsprechend groß. Deshalb suchen die betroffenen Unternehmen nach möglichst einfachen Lösungen.

Zwei Ansätze werden aktuell entwickelt: Beim „Bottom-Up“-Ansatz nutzen die Verantwortlichen bereits bestehende Informationen über die sichere Verwendung von Gemischen. Diese Infos werden für branchentypische Zusammensetzungen und Verwendungen erstellt und in eine einheitliche Form gebracht; man spricht von generischen Informationsblättern, „Safe Use of Mixture Information“, SUMI.

Die DUCC-Gruppe (Downstream Users of Chemicals Co-Ordination Group), ein Verbund aus verschiedenen Organisationen verschiedener Branchen (Wasch- und Reinigungsmittel, Farben, Baustoffchemie u.a.), hat für diesen „Bottom-Up“-Ansatz einen Leitfaden für nachgeschaltete Anwender erstellt. Darin beschreiben die Autoren, wie die Anwender ohne großen Aufwand die nach REACH erforderlichen Informationen zusammenstellen und an ihre Kunden weitergeben können.
Ein zweiter Ansatz ist der „Top-down“-Ansatz. Hierbei leiten die Verantwortlichen die relevanten Informationen aus den Expositionsszenarien der enthaltenen Stoffe ab. Eine maßgebliche Methode ist die LCID-Methode, Lead Component Identification Methodology, s. Blogmeldung vom 29.10.2015.

Jeder der beiden beschriebenen Ansätze hat Vorteile. Welcher Ansatz zu bevorzugen ist, hängt letztlich vom Kunden des nachgeschalteten Anwenders ab. Ist der Kunde beispielsweise Endanwender, etwa ein Reinigungsunternehmen, hat der Bottom-up-Ansatz durchaus Vorteile.

KFT erstellt für beide Ansätze Sicherheitsdatenblätter. In diesem Zusammenhang möchten wir auch auf unsere Schulungen hinweisen:
Am 18.2. „Das erweitere Sicherheitsdatenblatt (eSDB) für Gemische” und am 25.2. „Auffrischung und Vertiefung Fachkunde/Sachkunde zur Erstellung von Sicherheitsdatenblättern”. Bei Fragen wenden Sie sich bitte gerne an sds@kft.de.

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