Südkorea entlarvt Schadstoff-Sünder

Das südkoreanische Umweltministerium konnte insgesamt 33 Unternehmen und Einzelpersonen einen Verstoß gegen das Chemikaliengesetz K-REACH nachweisen. In sämtlichen Fällen geht es um den verbotenen Verkauf und Einsatz des Wirkstoffs Polyhexamethylenguanidinhydrochlorid (PHMG). Die Substanz wurde in der Vergangenheit in Südkorea als Desinfektionsmittel Luftbefeuchtern zugemischt – zum Teil in Konzentrationen bis zu 25 Gewichtsprozent. Dies hatte vor geraumer Zeit in Südkorea zu einem Vergiftungsskandal geführt. Laut einem BBC-Bericht sind dadurch in den Jahren 2001 bis 2011 insgesamt rund 500 Menschen getötet oder schwer verletzt worden.

Obwohl für die Substanz seit 2014 ein Konzentrationslimit besteht, wurde sie nach wie vor in großem Stile hergestellt und importiert. Das südkoreanische Umweltministerium hatte daraufhin die Lieferkette unter die Lupe genommen und Sicherheitsdatenblätter einiger Unternehmen überprüft. Tatsächlich war die Substanz in manchen Fällen in diesen Dokumenten als wenig bis überhaupt nicht toxisch eingestuft worden.

Rund 295 Tonnen PHMG (als Phosphat und Chlorid) sind im vergangenen Jahr in Südkorea verkauft worden. Ein Großteil dieser Menge stammt aus China.

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