US-Studie: Käsemakkaroni mit Phthalaten belastet

Im Rahmen einer Studie haben Wissenschaftler des Flemish Institute for Technological Research NV („VITO”) in Belgien 30 verschiedene US-amerikanische Käseprodukte, darunter 10 Käsemakkaroni-Produkte, untersucht und zum Teil hohe Phthalatkonzentrationen gemessen. Auftraggeber ist eine US-amerikanische Interessengemeinschaft von Verbrauchern, darunter der Environmental Health Strategy Center, der Ecology Center, Healthy Babies Bright Futures and Safer States. Sie wollen mit der Kampagne Druck auf die Hersteller ausüben.

Die Analytiker fanden bis auf eine in allen Käseproben Phthalate, insgesamt 11 verschiedene Derivate. Eine Probe enthielt sogar sechs Substanzen. DEHP, die am meisten eingeschränkte Substanz, ist am häufigsten und in weit höheren Konzentrationen verbreitet als die anderen Phthalate. Auch waren die gemessenen Werte in den Käsemakkaroni-Produkten rund viermal höher als in den herkömmlichen Käsesorten. Eine ausführliche Beschreibung der Analysen finden Sie im ENVI-Bericht. Eine umfassende Darstellung und Bewertung der Ergebnisse gibt die Interessengemeinschaft in ihrem Abschlussbericht.

Die Phthalate DEHP, BBP und DBP sind in der EU als reproduktionstoxisch klassifiziert. Die Ergebnisse der EU-Risikobewertungen erlauben überwiegend den Einsatz dieser Stoffe. Das Umweltbundesamt vertritt die Auffassung, dass diese reproduktionstoxischen Stoffe generell nicht in die Umwelt gelangen sollten.

Bereits im Jahr 2014 hat die U.S. Consumer Product Safety Commission (CPSC) einen Bericht publiziert, wonach die größte Phthalat-Belastung von Lebensmitteln herrührt. In einem Bericht der New York Times bewertet die Biologin und Spezialistin für endokrin wirkende Substanzen Heather B. Patisaul, vom “Center for Human Health and the Environment“ an der North Carolina State University in Raleigh, die Phthalat-Funde. Zwar seien die Konzentrationen im Parts per Billion-Bereich (Mikrogramm pro Kilogramm), aber eben immer noch höher als die Konzentrationen der natürlich im Körper vorkommenden Hormone. Das könne durchaus gravierende gesundheitliche Folgen haben.

Haben Sie Fragen bezüglich der rechtkonformen Ver- und Anwendung von Phthalaten? Setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung unter reach@kft.de.

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