EU Safety Gate warnt vor gefährlichen Produkten: Spielzeug trauriger Spitzenreiter

Nach wie vor ist Spielzeug mit gefährlichen Chemikalien belastet. Laut dem aktuellen EU-Bericht „Safety Gate: just a click to keep away from dangerous products“ zählt Spielzeug im Rahmen des Schnellwarnsystems für Produkte (Rapid Exchange of Information System, RAPEX) zu den drei am häufigsten gemeldeten Produktkategorien (Spielzeug: 31 Prozent, Kfz: 19 Prozent, Bekleidung, Textilien und Modeartikel: 10 Prozent).

Dabei sind Chemikalien gemeinsam mit Verletzungen (25 Prozent der Meldungen) die häufigste Ursache für Produktmeldungen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg von drei Prozent.

Wie aus dem von der EU herausgegebenen Fact Sheet „EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Nichtlebensmittel“ hervorgeht, stieg die Zahl der Warnungen von 2.201 im Jahr 2017 auf 2.257 Warnungen im vergangenen Jahr. Die meisten RAPEX-Warnmeldungen kamen aus Deutschland (362), gefolgt von Frankreich (249) und Ungarn (172).

Die Autoren des EU-Berichts haben eine neue Art von Spielzeug als besonders problematisch entlarvt. Und zwar handelt es sich dabei um gummiartige Spielzeuge, die sich leicht zusammendrücken lassen („squishy toys” oder „squeezable toys”). Die gemeldeten Produkte enthielten gefährliche Stoffe wie n,n-Dimethylformamid, n,n-Dimethylaminoethanol, Cyclohexanon und Triethylendiamin. Allesamt Stoffe, die Augenschäden, Schleimhautreizungen und Leberschäden hervorrufen können. Die EU-Kommission schreibt in ihrer Pressemitteilung vom 5. April, dass mehr als die Hälfte aller entdeckten gefährlichen Produkte aus China kommen.

Solche Produkte können dank des Schnellwarnsystems RAPEX (Rapid Exchange of Information System) entdeckt und rasch vom Markt genommen werden. RAPEX wurde bereits im Jahr 2003 zum Schutz der Verbraucher eingerichtet und ermöglicht einen schnellen EU-weiten Informationsaustausch über Rückrufaktionen. Entsprechend können die einzelnen Staaten reagieren und Folgemaßnahmen einleiten. 4050 solcher Folgemaßnahmen (Verbot oder Einstellung des Verkaufs, Rücknahme, Rückruf oder Einfuhrverweigerung durch die Zollbehörden) sind im Jahr 2018 eingeleitet worden.

Gemäß dem Durchführungsbeschluss (EU) 2019/417 der Kommission vom 8. November 2018 wurde die RAPEX-Website in „Safety Gate“ umbenannt. Es soll Verbraucher besser informieren. So sind beispielsweise dank eines Übersetzungstools alle Informationen in den 25 Sprachen der am System teilnehmenden Länder (EU-Amtssprachen plus Norwegisch und Isländisch) verfügbar.

Für das „Safety Gate“ wurde eigens eine öffentliche Webseite eingerichtet, auf der die Warnmeldungen aller am System beteiligten nationalen Behörden regelmäßig aktualisiert werden. Jede Woche werden rund 50 Warnmeldungen erfasst und im Internet veröffentlicht.

Achten Sie auf die Sicherheit Ihrer Produkte. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Kontaktieren Sie uns unter reach@kft.de.

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